Im neuen Jahr sollen mehrere Radwege in Rosbach ausgebaut werden, kündigt Bürgermeister Steffen Maar an. ARCHIVFOTO NICI MERZ
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Im neuen Jahr sollen mehrere Radwege in Rosbach ausgebaut werden, kündigt Bürgermeister Steffen Maar an. ARCHIVFOTO NICI MERZ

Das passiert 2021 in Rosbach

  • vonred Redaktion
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Rosbach(bf). In der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag hat Bürgermeister Steffen Maar den Haushalt für 2021 eingebracht, der wegen der Corona-Krise mit einem prognostizierten Minus von 1,5 Millionen Euro abschließt (die WZ berichtete).

Seine Mitarbeiter hätten mit der Erstellung des Planentwurfs eine große Herausforderung gemeistert, lobte der Bürgermeister. "Es liegt ein ›Corona-Jahr‹ hinter uns und es werden auch noch mindestens eins bis zwei Jahre vor uns liegen, in denen die Pandemie einen Einfluss auf die städtischen Finanzen haben wird", führte Maar in seiner Haushaltsrede aus. Man müsse die Steuerschätzungen der nächsten Monate abwarten, um die Belastbarkeit der aktuellen Zahlen des Landes bewerten zu können.

Ein Ausgleich des Fehlbetrags sei 2021 noch durch Rücklagen möglich. "Wir müssen jedoch auch zusehen, dass wir auch für die nächsten Jahre noch Rücklagen haben. Es bleibt die zentrale Aufgabe, dass wir mit den Haushaltsmitteln sparsam umgehen", betonte Maar. Er schlägt dem Parlament vor, Steuer- und Abgaben nicht zu erhöhen und auch keine Leistungen für die Bürger zu kürzen. Denn auch mit einem strengem Konsolidierungsprogramm könne das Defizit nicht ganz ausgeglichen werden. "Wichtig ist ferner, dass es zu keinem Investitionsstau kommen darf." Für die nächsten Jahre stünden Straßen, Schwimmbad, Sportstätten und städtische Wohnungen auf der Agenda.

Als Neuerung bei seiner Haushaltsrede stellte Maar neben den nackten Zahlen auch strategischen Ziele für 2021 vor. Ein Projekt sei die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das Kommunen dazu verpflichte, alle Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch online anzubieten.

Kita Taunusblick: Dach wird saniert

Neben der millionenschweren Sanierung des Rodheimer Freibads werde die Weiterentwicklung der Sportstätten (insbesondere in Ober- und Nieder-Rosbach) ein Schwerpunktprojekt sein. Rosbach sei mit einem Durchschnittsalter von gut 42 Jahren die jüngste Stadt im Wetteraukreis. "Ein Hauptziel ist daher Familienfreundlichkeit", betonte Maar. Dafür habe die Stadt in den vergangenen Jahren die Kitas kontinuierlich saniert und verbessert. Das Dach der Kita Taunusblick sei 2021 dran. Auch beginne die Planung für eine U 3-Kita in Rodheim.

Auch auf den Friedhöfen erweitert die Stadtverwaltung ihr Angebot. Den Wunsch vieler Bürger nach alternativen Bestattungsformen habe man vernommen. In Rodheim soll ferner die Bücherei zur "Rodheimer Bücherstube" weiterentwickelt werden.

In Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit verweist Maar auf das im März beschlossene kommunale Klimaschutzkonzept. Ein großes Thema sei 2021 die Errichtung von Solaranlagen. Und im Wirtschaftsplan der Stadtwerke stünden 2,4 Millionen für die Erneuerung und Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen - was auch der Umwelt helfe. Dass Wasser kostbar ist, zeigt sich auch im Wald: Nach zwei Trockenjahren mit massivem Borkenkäferbefall in den vorgeschädigten Fichtenwäldern muss die Stadt hier 130 000 Euro zuschießen. "Dies ist eine Entwicklung, die uns auch in den nächsten Jahren treffen wird. Aus Nachhaltigkeitsgründen werden wir in Zukunft auch weniger Holzerlös erwirtschaften", erklärte Maar. Nächstes Jahr werde man weitere Bäche im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie aufwerten und die Erweiterung des Wertstoffhofs forcieren.

Maar wiederholte seinen Wunsch nach einem moderaten Wachstum Rosbachs. Die Neubürger müssten sich integrieren können. Ein großer Fokus liege auf der Mobilitätsplanung. Bekanntlich hatte sich die Stadtverordnetenversammlung dafür entschieden, ein Neubaugebiet in Rodheim zu priorisieren und die "Obergärten II" in Nieder-Rosbach zurückzustellen.

Weitere Schwerpunkte für 2021 sind die Abarbeitung des Straßenbauprogramms und die barrierearme Neugestaltung der Bushaltestellen. Der begonnene Ausbau verschiedener Radwege (vorrangig in Rodheim) soll 2021 fortgesetzt werden. Ferner sollen der Bahnhofsvorplatz in Rodheim aufgewertet und die städtischen Wohnungen saniert werden. Der Haushaltsentwurf wurde einstimmig in den Ausschuss verwiesen.

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