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Von der Autobahn kommend wird die Tempo-70-Begrenzung aufgehoben und durch ein »Achtung«-Schild ersetzt. Das reicht nicht, meint Ortsvorsteher Dr. Volker Hoffmann.

Straßenbau

Rosbach: „Pannenkreisel“ wird entschärft

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Sechzig Unfälle sollen hier passiert sein. Der Pannenkreisel in Rosbach macht schon lange Probleme. Jetzt nimmt der Ortsbeirat das Problem in die Hand.

Rosbach (sky). Das Thema »Pannenkreisel« sollte auch die letzte Sitzung des Nieder-Rosbacher Ortsbeirats in dieser Wahlperiode bestimmen. Laut Ortsvorsteher Dr. Volker Hoffmann (FDP) waren zu den bereits gezählten 60 Unfällen zuletzt zwei weitere hinzugekommen. Jetzt endlich scheinen aber seine jahrelangen Bemühungen um eine Entschärfung des Unfallschwerpunktes Ergebnisse zu zeigen, und Hoffmann drängt auf schnelle Entscheidung.

Bisherige Bepflanzung zu niedrig – Geschwindigkeitsreduzierung geplant

Für eine Bepflanzung mit geeigneten Bäumen und Sträuchern durch die Stadt habe es bereits eine Einigung mit dem Wetteraukreis gegeben. Die bisherige Ausgestaltung mit Schotter und einigen Wildkräutern sei zu niedrig, so dass der Kreisel bei Dunkelheit nicht als Hindernis zu erkennen sei. Die Lichtkegel der Autoscheinwerfer würden über ihn hinwegleuchten, wenn man zum Beispiel aus Richtung Autobahn die Brücke über die Bahnlinie passiert, sagte der Ortsvorsteher. Zudem würde von drei Seiten her die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 wenige Hundert Meter vor dem Kreisel ersatzlos aufgehoben. »Dann meinen die Fahrer, sie hätten wieder freie Fahrt und beschleunigen.«

Diesen »logischen Bruch« habe Hoffmann weder beim Kreis noch bei Hessen Mobil vermitteln können. Jetzt schöpft er Hoffnung: Inzwischen habe die Landesverkehrsbehörde signalisiert, geeignete Maßnahmen durchzuführen (die WZ berichtete). Im Gespräch sind laut Hoffmann eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h, das Anbringen von reflektierenden, sogenannten Katzenaugen in kürzer werdenden Abständen oder eine Blinklichtanlage.

Für den Ortsvorsteher ist es höchste Zeit, die Pläne ohne Änderung umzusetzen. »Ich möchte vermeiden, dass es an diesem Kreisel weitere Opfer gibt.«

Auch Radwege sollen ausgebaut werden

Auch das Radwegenetz, das durch den Ausbau der Strecke zwischen Nieder-Rosbach und Ober-Wöllstadt weiter an Form gewinnt, war Thema im Ortsbeirat. Begünstigt werden die Planungen durch die bereits vorhandene Trasse der früheren K 11, welche durch den Bau der Südumgehung in Teilbereichen stillgelegt worden war und nun für die Radfahrer genutzt werden kann. Die Grundstücksfragen seien bereits so weit geklärt, dass noch in diesem Sommer mit dem Bau begonnen werden kann, informiert Hoffmann. Da der Weg nicht nur von Radfahrern, sondern auch von Landwirten befahren werde, gebe es an zwei Stellen Bedarf für besondere Lösungen. Zum einen geht es um die Stelle, wo der Radweg und die Zufahrt zur Brunnenmühle einander kreuzen. Hier wurde der Vorschlag gemacht, bereits auf der Kreisstraße einen Linksabbieger (aus Richtung Rosbach) einzurichten, damit die Fahrzeuge mit verminderter Geschwindigkeit auf die Kreuzung zufahren. Die Radfahrer auf dem nördlich der K11 verlaufenden Radweg hätten damit mehr Sicherheit.

Ein weiterer Gefahrenpunkt ergibt sich noch am Ende des Radwegs in Ober-Wöllstadt, den auch die landwirtschaftlichen Fahrzeuge passieren müssen. Hier wird noch nach einer Lösung gesucht, um unberechtigtes Schleichweg-Fahren zu unterbinden.

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