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Die Gottesdienstbesucher tauschen sich in Rodheim beim "Kirchenkaffee Spezial" über die Kirche der Zukunft aus.

Für ein offenes und attraktives Profil

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Rosbach-Rodheim(pm). Im Rahmen eines "Kirchenkaffee Spezial" hatte der Pfarrgemeinderat der katholischen Gemeinde St. Johannes Evangelist zum Austausch über die Arbeit des Rates und den anstehenden Weg zu einer Kirche der Zukunft eingeladen.

Etwa 20 Gemeindemitglieder fanden sich im Pfarrzentrum zu einem offen und intensiven Austausch ein. Unter der Gesprächsleitung von Pastoralassistent Patrick Strosche berichteten die Mitglieder über die Arbeit im Pfarrgemeinderat in der laufenden Wahlperiode. Dazu zählten neben vielen sich im Jahreskreis wiederholenden Themenstellungen insbesondere die Initiativen, mit denen man die Gemeinde in der heutigen Zeit habe "öffnen" können: etwa die Teilnahme an Kunst in Kirchen im Jahr 2017 mit der dauerhaften Übernahme des modernen Kreuzwegs von Nicole Ahland, aber auch die zweimalige Teilnahme an der Nacht der Kirchen.

Der Vorsitzende des Rodheimer Pfarrgemeinderats, Klaus Steiner, betonte, wie fruchtbar es sei, wenn sich in einem solchen Gremium immer wieder neue Menschen engagierten und so auch unterschiedliche Talente in die pastorale Gestaltung des Gemeindelebens einbringen könnten. Erfreulicherweise haben sich für die Neuwahl des Rates im November bereits ausreichend Bewerber - darunter auch mehrere neue - zur Kandidatur bereit erklärt.

Der Austausch zur Kirche der Zukunft unter der Überschrift "Pastoraler Weg im Bistum Mainz" zeigte laut Steiner, dass die hiermit anstehenden grundlegen strukturellen Veränderungen bei den meisten Gemeindemitgliedern noch weitgehend unbekannt sind. Im Gespräch sei jedoch deutlich geworden, dass die von allen gewünschte attraktive und weiterhin lebendige Kirche der Zukunft vor allem vom Engagement und den Impulsen der Gemeindemitglieder vor Ort getragen werden müsse. Diese müssten einer Gemeinde wie St. Johannes Evangelist, welche in den kommenden Jahren gegen den Trend vom Zuzug junger Familien profitieren könne, ein offenes und attraktives Profil als christliche Gemeinschaft geben. Der Wunsch wurde an die Räte herangetragen, hierfür aber Ausschau nach geeigneten Kandidaten zu halten, die sich zum Wortgottesdienstleiter ausbilden lassen. Die Gemeinde brauche auch in Zukunft "ansprechbare Gesichter", die für die Menschen mit ihrem Sorgen und Themen erreichbar seien und helfen würden, langfristig in Rodheim ein breites Gottesdienstangebot zu erhalten.

In der Schlussrunde ergänzten die Teilnehmer den Satz "Ich wünsche mir für unsere Gemeinde in der Zukunft …". In den Statements wurde laut Steiner der Konsens deutlich, dass man sich mit einer großen Portion Offenheit für Neues, gepaart mit dem Zutrauen in die tätige Kraft des Heiligen Geistes, auch um die Zukunft der Kirche - wenn auch künftig in veränderten Strukturen - bei aller Unsicherheit keine wirklichen Sorgen machen müsse.

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