Bürgermeister Steffen Maar hat zusammen mit den Helfern des SV 98 am Kirschenberg Müll und Unrat gesammelt.
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Bürgermeister Steffen Maar hat zusammen mit den Helfern des SV 98 am Kirschenberg Müll und Unrat gesammelt.

»Nur« 5 Tonnen Müll

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Fast 300 Teilnehmer im Alter von 5 bis 80 Jahren einschließlich der Kapersburg-Schüler - an der Anzahl der Helfer habe es nicht gelegen, dass bei der diesjährigen Müllsammelaktion in Rosbach und Rodheim »nur« knapp fünf Tonnen Unrat zusammengekommen waren, meinte Bürgermeister Steffen Maar am Samstagmittag beim Resümee auf dem Bauhof. »Es scheint so, als sei ein Mehr an Umweltbewusstsein bei den Bürgern angekommen.«

Zusammen mit Mitgliedern des Turnvereins SV 98 war der Bürgermeister von der Eisenkrain quer durch den Kirschenberg zum Treffpunkt mitgelaufen. Jede Menge Holzschutzmittel habe seine Gruppe aufgestöbert. In Rodheim, wo man mit vier Gruppen unterwegs war, dominierten neben einem ausrangierten Kinderplanschbecken mehrere Eimer Wandfarbe. »Da kann es ja gleich losgehen mit dem Renovieren«, scherzte einer. Schließlich hatte man noch mehr Baumarktartikel aus dem Gebüsch gezogen. Selbst Teile von Einkaufswagen für den bequemen Abtransport wurden gefunden. Und wo in Rodheim Hundekotbeutel zu finden sind, weiß hier schon jedes Kind, weshalb man auch nahe der Mainzer Straße Ausschau nach unerwünschten Hinterlassenschaften hielt.

Einen Gewichtsrekord an Fundstücken stellten die Pfadfinder auf, die allein im Industriegebiet sowie rund um die Rewe-Zentrale 450 Kilo Müll sammelten - darunter auch Einbruchwerkzeug.

Schüler entdecken unzählige Paletten

Einen weiteren »Rekord« gab es bei Josef Grote und Georg Kirchler am Bornweg. Einen ganzen Container voll alter Autoreifen trug die Gruppe zusammen. »Es ist davon auszugehen, dass hier keine Privatleute am Werk waren«, mutmaßte Rosbachs Umweltberater Heinz Sill. Des Öfteren würden Kleinbetriebe Reifen, die eigentlich fachgerecht zu entsorgen sind, in der Gemarkung abladen und sich nicht um den Schaden für die Umwelt scheren. »Wer dabei erwischt wird, hat hohe Strafen zu zahlen.« Zwar werde in den Medien immer wieder darauf hingewiesen, »aber diejenigen, die das angeht, lesen oft gar keine Zeitung oder sind schlichtweg ignorant«.

Vor diesem Hintergrund freute es Maar umso mehr, dass zum Beispiel in der Kapersburgschule das Thema Umwelt und Umweltschutz frühzeitig angegangen wird. Die Schüler hatten bereits am Freitag zu den Sammeltüten gegriffen und Rosbach fit für den Frühling gemacht. Maar: »Es war ein schönes Bild, die Schüler mit den blauen Tüten durch die Gemarkung streifen zu sehen, um den Dreck anderer Leute aufzusammeln.« Jetzt gelte es noch, die unzähligen Paletten, die entdeckt wurden, durch die Männer vom Bauhof entsorgen zu lassen.

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