Das Freibad bleibt, wo es ist: Mit der Absichtserklärung der Stadtverordneten ist die Abrissdebatte endgültig vom Tisch. 	FOTO: LH
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Das Freibad bleibt, wo es ist: Mit der Absichtserklärung der Stadtverordneten ist die Abrissdebatte endgültig vom Tisch. FOTO: LH

Nur noch »Becken-Frage« zu klären

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach-Rodheim (sky/alh). Die Zeiten der Nachbesserungen und Reparaturen im Rodheimer Freibad gehören vorerst der Vergangenheit an: Nach der die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend ist klar, dass es eine grundlegende Sanierung des »50er-Jahre-Familienbades« geben wird; mit einer Verlegung des Planschbeckens neben das Nichtschwimmerbecken (was einem vielfach vorgetragenen Elternwunsch entspricht) und einer Landzunge mit Massagedüsen und Nackenduschen zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken geben. Einzig die »Becken-Frage« ist noch offen und soll erneut im Ausschuss diskutiert werden.

Ein Drei-Meter-Sprungturm und ein Ein-Meter-Sprungbrett werden installiert, auch eine Dreifachrutsche ist in der Planung enthalten. Mit Rücksicht auf den Schulsport wird es eine Unterteilung in drei große 50-Meter- und zwei kleine 25-Meter-Bahnen geben.

Ferner gibt es diverse technische Erneuerungen. Die Badewassertechnik wird bis auf einige Kleinigkeiten grundhaft erneuert oder erweitert. Vorgeschlagen wird ein moderner Unterdruck-Kammerfilter mit energieeffizienter Arbeitsweise. Zur Badewassererwärmung dient eine 680 Quadratmeter große Solaranlage auf dem Dach der Funktionsgebäude.

Seit über zwei Jahren bemühte sich die Stadt um Zuschüsse, um das in die Jahre gekommene Bad auf Vordermann bringen zu können. Im Februar kam der Bescheid aus dem Hessischen Innenministerium, dass es nach dem »SWIM«-Programm (Schwimmbad-Investitions-und-Modernisierungsprogramm) 30 Prozent Zuschüsse zu dem Projekt geben werde, sofern ein entsprechender Antrag bis zum 15. Juni dieses Jahres gestellt würde. Dieses Ziel wurde nun eingehalten, sodass die Planungen in Kürze weitergehen können.

Der Auftrag wurde an das Planungsbüro Oliver Martin aus Vilmar vergeben und sieht zwei Ausstattungsvarianten vor: Folienauskleidung des großen Beckens (Kosten ca. 2,5 Millionen Euro und 25 Jahre Lebensdauer) oder Edelstahlausführung (Kosten ca. 3,1 Millionen Euro und 50 Jahre Lebensdauer). Da sich die Stadtverordneten uneins waren, welche Variante wirtschaftlicher ist, wurde die endgültige Entscheidung auf SPD-Antrag vertagt. Nun soll noch einmal im Ausschuss gesprochen werden, was FDP, Grüne und FWG für unnötig hielten.

Die Verschiebung des Kinderplanschbeckens mit Anschluss an die neue Badewassertechnik kostet etwa 100 000 Euro mehr.

Durchschnittlich 30 000 Besucher zählt das Freibad pro Jahr. Im Zuge der Sanierung soll die Voraussetzung geschaffen werden, sämtliche Schwimmabzeichen in Rodheim ablegen zu können. Dazu stehen alle an der Planung Beteiligten in regelmäßigem Kontakt zu den örtlichen Schulen und dem Förderverein des Freibades.

Erster Stadtrat Heinz Sill hatte die nun abgesegnete Lösung in der vorangegangenen Ausschusssitzung als »finanzierbar und sachgerecht« bezeichnet.

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