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Bereit für den neuen Austrieb im Frühjahr: Jäger haben bei den Kopfweiden für einen neuen Schnitt gesorgt.

Biotop-Pflege in Nieder-Rosbach

Neuer Schnitt für die Kopfweiden

  • vonRedaktion
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Sie bieten Tieren Lebensraum und sind eine Futterquelle. Doch Biotope müssen auch gepflegt werden. Eine Aufgabe, der sich in Nieder-Rosbach die Jäger veschrieben haben.

Auf die Nieder-Rosbacher Jagdpächter Philipp Köster und Heiko Blecher mit ihren Helfern ist auch dieses Jahr Verlass.

In Absprache mit dem Umweltberater der Stadt Rosbach, Heinz Sill, haben sie wieder einige Biotope rund um Nieder-Rosbach gepflegt und fit für den kommenden Frühling gemacht.

Unter Einhaltung der Corona-Regeln wurden dem Pflegevertrag von Jagdpächtern und Stadt entsprechend wieder drei Bereiche gepflegt. Hinter dem Schmidt-Teich an der Beunbach wurden die Kopfweiden geschnitten und somit für den neuen Austrieb im Frühjahr und Sommer hergerichtet.

Natürliche Lebens- und Nisträume

Hierdurch wird ein Auseinanderbrechen der Bäume verhindert. Außerdem entstehen so neue natürliche Lebens- und Nisträume für verschiedene Vogelarten.

Der zweite Bereich der Pflege befindet sich an der Rosbach kurz vor der Gemarkungsgrenze zu Ober-Wöllstadt. In dem Biotop, das seit Jahren von den Jägern betreut wird, wurde Gehölz zurückgeschnitten und »auf den Stock« gesetzt. Dadurch treiben die Sträucher und Büsche von unten neu aus und bieten dadurch neue Deckung und Nahrung für viele Wildtiere.

Der Gehölzabschnitt wird entlang des Grundstücks als Benjeshecke aufgesetzt, die als Schutz des Biotops dient und ebenfalls als Lebensraum von einigen Feldbewohnern angenommen wird.

Futterquelle für Störche

Der letzte Pflegeabschnitt betraf das Flachwasserbiotop, ebenfalls am Rosbach - der »Storchenteich« direkt am Nest von Adebar. Dieser Abschnitt wurde unter dem Einsatz von Watthosen von jeglichem Bewuchs befreit. Somit wird einer Verbuschung durch Gehölze entgegengewirkt, und die Störche können ihn im Frühjahr wieder als Futterquelle ungehindert anfliegen.

»Mit diesen kontinuierlichen Pflegemaßnahmen in den vergangenen Jahren leisten die beiden Jagdpächter Philipp Köster und Heiko Blecher ihren Beitrag zur Lebensraumverbesserungen in der Rosbacher Feldgemarkung. Sie unterstreichen damit, dass Jagd in ihrem Revier aktiver Naturschutz ist«, heißt es in einer Pressemitteilung dazu.

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