Amtseinführung

Neuer Bürgermeister in Rosbach vereidigt

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Steffen Maar ist am Dienstagabend in das Amt als Bürgermeister von Rosbach eingeführt worden. Der neue Mann im Rathaus will die alten Probleme angehen.

Am Montag geht es los. Steffen Maar wird seine Kisten nehmen, von Ockstadt nach Rosbach fahren und sein Büro im Rathaus beziehen. Was er als erstes machen will? Er grinst: "Erst mal allen Kollegen Guten Tag sagen." Dann, wenn er sich eingerichtet hat, wird er zu seinem ersten Termin nach Friedberg fahren – als Bürgermeister der Stadt Rosbach.

Am Dienstag ist Maar in einer feierlichen Stadtverordnetenversammlung in der Adolf-Reichwein-Halle in das Amt eingeführt und von Stadtverordnetenvorsteherin Regina Karehnke vereidigt worden. Zahlreiche Redner waren gekommen, und auch Vertreter aller sieben im Stadtparlament vertretenen Parteien nutzten die Gelegenheit, um den Bürgermeister zu begrüßen – und ihm eine "vertrauensvollen Zusammenarbeit" anzubieten.

Am Morgen desselben Tages war die Übergabe. Steffen Maar und Noch-Amtsinhaber Thomas Alber (beide parteilos) haben sich im Rathaus getroffen, einiges besprochen. Zwei Stunden lang, erzählte Alber am Dienstagabend, bevor er seinem Nachfolger die Ernennungsurkunde aushändigte. "Ich dachte danach: War das richtig? Ich hoffe, er kommt heute Abend noch." Lacher im gut gefüllten Saal der Halle. Nein, Rosbach ist kein einfaches Feld, wie die meisten Anwesenden in den vergangenen Jahren erlebt haben und das auch in ihren Reden zum Ausdruck brachten – ebenso wie den Wunsch nach einer konstruktiven Zusammenarbeit.

Die Probleme der Stadt in roten Ordnern

Den Anfang dazu hat der neue Bürgermeister mit seiner Antrittsrede gemacht – und gleich etwas Grundsätzliches festgehalten. Er begrüßte die Rosbacher. Und, für die Zukunft, "um eine gewisse Redezeit zu sparen": Wenn er Rosbacher sage, meine er alle – "die Ober-Rosbacher, die Nieder-Rosbacher und die Rodheimer. Und ich habe auch alle drei gleich gerne". Also, sagte er: "Lassen Sie uns gucken, was wir Gutes für Rosbach tun."

Einige Aufgaben kommen auf ihn zu. "Thomas Alber hat mir heute Morgen zwei rote Ordner gegeben, darin sind alle Probleme der Stadt. Ich hatte gehofft, es ist nur einer."

Doch so oder so: "Mit diesen Problemen müssen wir uns in den nächsten sechs Jahren beschäftigen. Ich würde diese Probleme gerne mit Ihnen allen angehen", sagte er in Richtung der Stadtverordneten. "Kompromisse gehören dazu, dabei werde ich es nicht immer allen recht machen können. Mein Ziel ist es aber auch nicht, es allen recht zu machen, sondern dass am Ende etwas Gutes für Rosbach herauskommt."

Die Stadt dürfte der neue Bürgermeister recht gut kennen – hier ist er aufgewachsen. Später zog er nach Ockstadt, wo er mit seiner Frau, den zwei Kindern und zwei Hunden noch immer wohnt. Wenn sich etwas Passendes ergebe, sagte er, wolle die Familie nach Rosbach ziehen. Konkrete Pläne gebe es allerdings noch nicht.

Bis zu seiner Wahl arbeitete Maar beim Hessischen Landesrechnungshof in Darmstadt – ein Vorteil, wie ihm viele Redner sagten, da er sich schon mit der Materie auskenne.

Dennoch: Es werde kein einfacher Job. Auch, wenn es der schönste der Welt ist, wie der Florstädter Kollege und Vorsitzende der Bürgermeister-Kreisvereinigung, Herbert Unger, sagte. Und, gab er dem neuen Kollegen mit auf den Weg: "Als Bürgermeister sind Sie Mediator, Tröster und Psychologe."

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