Neue Spielanlage der Erich-Kästner-Schule eingeweiht

Rosbach-Rodheim v. d. H. (sky). Die rund 240 Grundschulkinder konnten es kaum erwarten. Dicht gedrängt standen sie auf dem Außengelände der Erich-Kästner-Schule (EKS), wo sie am letzten Schultag vor den Osterferien die Eröffnung der 26 000 Euro teuren Spielanlage miterleben durften.

Finanzier war die Stadt Rosbach gewesen, die sich nach der Übernahme der ehemaligen Betreuungsschule in den städtischen Hort in der Verantwortung sah, die notwendige Neugestaltung der Außenanlagen in Angriff zu nehmen.

"Wir stehen zu dieser Schule und wollen deshalb alles für sie tun, was in unserer Macht steht", sagte Bürgermeister Detlef Brechtel. Der Applaus von Eltern, Lehrerschaft und Schülern konnte blieb dementsprechend auch nicht aus. "Wir sind ein Team", sang der Schulchor unter der Leitung von Silke Lahr und hatte keine Mühe, alle Anwesenden hiervon zu überzeugen. "Hier ist etwas gelungen, das wir der guten Zusammenarbeit mit der Stadt zu verdanken haben", meinte Schulleiter Joachim Pehlke.

Den Schulstandort Rodheim auch für die Sekundarstufe I zu erhalten, dafür kämpft der Pädagoge, seit er in der EKS die Fäden in die Hand genommen hat. Die Erfolge stellten sich ein. "Dank unseres neuen pädagogischen Konzepts haben wir die Anmeldezahlen von anfangs 17 auf derzeit 37 Schüler hochschrauben können", ließ er wissen. Er ist zuversichtlich, auch die 40er-Marke knacken zu können. Dann wäre der Sekundarzweig in Rodheim wieder zweizügig, was sich für die Schüler auszahlen würde.

Für die Grundschulkinder sind solche Überlegungen momentan nachrangig. Die neunjährige Louisa war mehr daran interessiert, auf der Trittteller-Anlage ihre Geschicklichkeit zu trainieren. Freundin Lilly (8) zog es mehr zur Feuerwehrstange hin, wo sie einen Zwei-Meter-Höhenunterschied in Sekundenschnelle überwinden konnte. Auch Destina (10) war begeistert von diesem schlichten Edelstahlkonstrukt. Den zehnjährigen Tizian zog es hingegen mehr zum Klettergerüst. Bevor er sich hier allerdings einen Platz erobern konnte, war Durchsetzungsvermögen gefragt. "Am ersten Tag wollen natürlich alle Kinder alles ausprobieren,was hier geboten wird", meinte eine Lehrerin. Zwei Türme, eine Hangelanlage, zwei Wackelbrücken sowie eine Rutsche, eine Feuerwehrstange und eine Kletternetz hat die Stadt bauen lassen, damit an der EKS mehr Bewegung zum Tragen kommt. "Dazu kommt eine 2er Reckstange, die Aufrüstung unserer Schaukel und ein neuer Fallschutz für die Kletterwand", ergänzt Inge Voigt. Sie hatte die Betreuungsschule geleitet, bevor die in städtische Hände gegeben wurde.

"Wir hätten uns eine Realisierung schon eher gewünscht", ließ Hortleiter Peter Lauer wissen. Ein dreiviertel Jahr hätte man allerdings gebraucht, bis Spielgeräte, Eltern- und Lehrerwünsche sowie die Preise in Einklang gebracht werden konnten. Eine Kommission aus 30 Kindern, der Leitung der Hort-Betreuung sowie der Schulleitung der EKS, und dazu aus Lehrern und Erziehern hätten schließlich die Wahl getroffen. "Jetzt haben wir hier eine Spielanlage, die den Schülern und Hortkindern eine gelungene Herausforderung bietet in Sachen Gleichgewicht, Sicherheit, Geschicklichkeit, Kraft und Konzentration", fasste der Bürgermeister zusammen. Schulleiter Pehlke gab dem Projekt gute Wünsche mit auf den Weg: "Ich hoffe, dass diese Anlage Signalwirkung hat", sagte er. Weder Verletzungen noch Vandalismus, dafür aber viel Spaß und eine lange Lebensdauer wolle er mit dieser Anlage verbunden wissen.

Peter Lauer hofft nun, dass das neue Klettergerüst schon in den Osterferien reichlich genutzt werden möge. "Dann kommen rund 70 Kinder zu uns ins Ferienprogramm."

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