+

Kinderbetreuuung

Neue Kita hat Platz für 175 Kinder

  • schließen

Das Aufregerthema Kita-Betreuung scheint in Rosbach seit der Amtsübernahme von Bürgermeister Steffen Maar an Schärfe verloren zu haben. Er präsentierte nun Neuigkeiten zu den Kitas Sang und Brüder Grimm.

Das zeichnete sich zumindest am Dienstagabend bei der Info-Veranstaltung zur Kita im Neubaugebiet Sang ab. Dort baut der gemeinnützige Verein VzF (Verein zur Förderung der Integration Behinderter) eine Einrichtung für 145 bis 175 Kinder. Die endgültige Zahl wird davon abhängig sein, wie viele Integrationsbedarf haben und wie viele nicht. Das Haus könnte - neben dem Haus am Kirschenberg oder der Kita Luna in Nieder-Rosbach - als Puffer dienen, wenn andere Räumlichkeiten temporär nicht zur Verfügung stehen.

Parallel zu dem Bauvorhaben in der Sang bemüht sich die Stadt um eine Lösung für die bestehende Kita Brüder Grimm. Bei der ist aus verschiedenen Gründen zumindest ein Sanierungsbedarf angesagt - wenn nicht gar ein Neubau. Im Rathaus ist beabsichtigt, ab Ende des Kindergartenjahres 2019/2020, also zum August nächsten Jahres, die Kinder der Kita Brüder Grimm in den anderen Betreuungseinrichtungen im Stadtgebiet unterzubringen. Die derzeitigen Vorschulkinder können also noch bis zum Ende ihrer Kita-Zeit in ihren Gruppen verbleiben.

"Die anderen Gruppen sollen aber nicht Stück für Stück wegschmelzen, sondern nach Möglichkeit zusammenbleiben dürfen, wenn auch an einem anderen Platz", betonte Maar vor Eltern und Erzieherin. Bislang gehe er von einer Übergangslösung für die Dauer von etwa zwei Jahren aus. "Ich favorisiere einen Kita-Bau an gleicher Stelle, egal ob neu oder saniert", bekannte er. Aber: "Um das Vorhaben realisieren zu können, muss das Gebäude geräumt sein." Man könne keine Fenster ausbauen oder Heizkörper abmontieren, wenn dort gleichzeitig Kinder zu betreuen sind.

Den Standort stellte er nicht infrage: "Niemand hat dort ein Gebäude auf einer wackeligen Müllkippe errichtet", meinte er. Es seien auf dem Gelände Haus- und Gartenabfälle abgelagert worden, die für eine Million Euro zugedeckt worden seien. Methan-Messungen im Keller der Kita Brüder Grimm hätten seit 25 Jahren aber keinerlei bedenkliche Werte ergeben. Das bestätigten auch Anna Reimann und Friedrich Creutz, die sich in einer Bürgerinitiative für den Erhalt der Kita am Standort stark gemacht hatten. "Die politische Entscheidung zur Zukunft der Kita steht noch aus, aber wir werden sie nicht lange hinauszögern können", meinte Maar.

Öffentlicher Spielplatz kommt

Etwa 600 000 Euro gibt Rosbach monatlich für die Kinderbetreuung aus. Mit der teilweisen Verlagerung in andere Hände (VzF) könnte kostenmäßig eine Entspannung einhergehen. Zudem wird es im Stadtgebiet fortan mehr Fachkräfte in Sachen Gebärdensprache, Autismus oder für Kinder mit Mehrfachbehinderung geben. Auf dem 4200 Quadratmeter großen Grundstück in der Sang sind fast 2500 Quadratmeter als Außenspielfläche vorgesehen, hinzukommt der etwa 1000 Quadratmeter große öffentliche Spielplatz in unmittelbarer Nachbarschaft. Wie Fachbereichsleiter Manfred Christ betonte, werden auch genügend Parkplätze für die "Elterntaxis" zur Verfügung stehen.

Laut Hendrik Schmitt von VzF bestehe eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein. Die sei auch von beiden Seiten zum Wohl der Kinder gewollt. Wie Kerstin Faber von der städtischen Kinder- und Jugendbetreuung hervorhob, werde die Stadt sowohl für die Kinder als auch für die Betreuungskräfte nach geeigneten Lösungen suchen. "Momentan haben wir keine Wartelisten, aber eine zumutbare Entfernung von der Wohnung zur Kita gehört schon dazu", meinte sie. (sky/Fotos: lh)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare