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Ein Schild erinnert an die Bedeutung der Luther-Eiche.

Naturdenkmal erinnert an Reformator

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Rosbach (pm). Im Jahr 1883 ist am Rand der Nieder-Rosbacher Altstadt, am damaligen Untertor, anlässlich des 400. Geburtstags des Reformators Martin Luther eine Eiche gepflanzt worden. In diesem Jahr hat die evangelische Burgkirchengemeinde zusammen mit dem Heimatgeschichtsverein eine Beschilderung der Eiche anfertigen lassen. Diese wurde nun nach dem Erntedankgottesdienst feierlich enthüllt.

Zukünftig wird das Schild an die Bedeutung des Baums als Naturdenkmal für Martin Luther erinnern.

Mit Luthers Lied »Ein feste Burg« eröffnete eine Delegation des Posaunenchors die mit etwa 50 Teilnehmern gut besuchte Einweihungsfeier.

Pfarrerin Mirjam Welsch und Michael Limlei vom Heimatgeschichtsverein dankten in ihren kurzgefassten Reden besonders Familie Stetzer und der Schreinerei Schwab für die Spende des Materials und des Arbeitsaufwands bei der Gestaltung und Beschriftung der aus gelagertem Eichenholz gefertigten Holztafel.

Pfarrerin Welsch erinnerte daran, dass Pfarrer Contag im Jahr 1973, als die Luther-Eiche 90 Jahre alt geworden war, eine Predigt zu dem Bibelvers »Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin!« (1. Kor 15, 10) gehalten hatte. Auch sie legte diese Worte aus und ermutigte dazu, auf Gottes Güte zu vertrauen.

Vor 500 Jahren durch die Wetterau

Luthers Theologie gründet auf dem Glauben an die Gnade Gottes. Vor 500 Jahren war er auf seinem Weg von Wittenberg nach Worms auch durch die Wetterau gekommen. Michael Limlei bezog sich darauf und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, da Luthers Weg nicht exakt aufgezeichnet sei, sei nicht ganz auszuschließen, dass er just auf diesem Platz in Nieder-Rosbach eine Rast eingelegt habe.

Bürgermeister Steffen Maar lud dazu ein, sich die Luther-Eiche genau zu betrachten. Es sei ein gesunder, kräftiger Baum, der weitere 150 Jahre als Denkmal wachsen und bestehen könne.

Zum Ende spielte die Bläsergruppe Luthers »Christ unser Herr zum Jordan ging«. Mit dem im 17. Jahrhundert entstandenen Lied »Alles ist an Gottes Segen und an seiner Gnad gelegen« beendeten die Musiker die Feier.

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