»Lübcke nicht vergessen«

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Rosbach (pm). Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke jährt sich heute erstmals. Die Stadt nimmt das zum Anlass, am Vorplatz der Adolf-Reichwein-Halle die Beschilderung anzubringen, mit der der Platz zum Dr.-Walter-Lübcke-Platz wird. Im Entschließungsantrag der CDU, der FWG, der Stimme und der Grünen hieß es: »Walter Lübcke trat als Abgeordneter des Hessischen Landtags wie als Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel entschieden für das friedliche Zusammenleben und den Zusammenhalt der Gesellschaft ein und zeigte Gesicht. Er scheute den demokratisch und fair ausgetragenen Konflikt nicht. Die Stadtverordnetenversammlung stellt fest, dass in diesem Land jeder Mensch, auch wenn er eine politische Funktion hat, frei seine Meinung äußern können muss, ohne Sorge haben zu müssen, dass er in der Folge Angriffe von Extremisten ausgesetzt ist.« Die Namensgebung soll dazu beitragen, dass Lübcke in Rosbach nicht vergessen wird. Eine offizielle Einweihung folgt nach der Corona-Zeit.

Der CDU-Politiker Lübcke war in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses im Kreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden. Die Ermittler gehen von einer rechtsextremistischen Motivation des Verdächtigen aus. »Der feige Mord hat uns alle schockiert und sehr betroffen. Demokratische und humanistische Werte sind das Fundament unserer Gesellschaft. Diese Werte gilt es jeden Tag gegen Extremisten und Faschisten zu verteidigen«, sagt Bürgermeister Steffen Maar.

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