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Liederabend der Eintracht als sinfonisches Erlebnis

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Rosbach-Rodheim v. d. H. (geo). Früher lag der Familienabend des Gesangvereins Eintracht in der Karnevalszeit - als Sängerbeitrag zur fünften Jahreszeit. Doch dann stellte die Feuerwehr ein eigenes Programm auf die Beine und machte den Sängern Konkurrenz. »Den Familienabend nahmen wir daraufhin aus der Fastnacht heraus und gestalteten ihn als Solopart. Das Programm verlegten wir in den Frühling«, erklärte Heinz Jahr, seit 17 Jahren Vorsitzender des Vereins.

Ein attraktives Programm mit viel Gesang und Unterhaltung wurde den 200 Gästen im Bürgerhaus auch während des diesjährigen Familienabends von den 65 Mitgliedern des Gesangvereins geboten. Der Kinderchor »Goldkehlchen«, der Männerchor und der im Jahr 2000 gegründete gemischte Chor »Voices« gestalteten aus vielen musikalischen Ideen ein sinfonisches Erlebnis. Sehr gut kam das rhythmusbetonte Lied »Masithi« des Männerchors an, unterlegt von Trommelklängen. Sänger Andreas Schröder gefiel mit einer Gitarrenballade aus Amerika. Auch sein melancholisches Liebeslied »It’s too late to apologize« wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Hermann Krämer widmete sich dem Mississippi mit »Old man river«. Beim Lied aus dem Musical »Showboat« von 1927 wurde er von Laurie Reviol, Leiterin des Kinderchors, am Klavier begleitet. »Evening rise«, eine traditionelle indianische Melodie mit Solostimmen sowie »This little light of mine« hatten die »Voices« ausgewählt.

Mit einer akrobatischen Vorstellung wurde der zweite Teil des Familienabends eingeleitet. Das Varieté Voilà aus Bad Nauheim mit Marike Gellrich, Laura Pfadenhauer und Trainer Engelbert Bäumler präsentierte eine Akrobatiknummer aus dem Programm, das auch in der Woche vor den Sommerferien in der Waldorfschule aufgeführt werden soll.

»Ob de fles« war Titel des Stücks, das mit auf Flaschen erzeugten Klängen vorgetragen wurde. Einen musikalischen Zeitsprung von der Biedermeier- bis zur Gründerzeit hatten sich Wolf Fitzner, Frank Denner und Benni Muhle zur Unterhaltung der Gäste ausgedacht. Da gefielen nicht nur das Schubertlied von der launischen Forelle, sondern auch die Goethesche Vertonung des »Heideröslein« und die Ballade von »Mackie Messer« aus der Dreigroschenoper.

»An allem ist die Katze schuld«, hieß ein Theaterstück in drei Akten, das von Erwachsenen der »Voices« aufgeführt wurde. Sänger Wolfgang Wien hielt einen humoristischen Rückblick auf das Vereinsgeschehen. Mit »In der Bar zum Krokodil« wurde an die Comedian Harmonists erinnert. Der Gesangverein wird das Lied »Can’t help falling in love« am 27. Juni am »Tag des Chores« auf der Landesgartenschau in Bad Nauheim vortragen. Die Rodheimer durften es bereits vorab genießen.

Während der Veranstaltung wurden Spenden für die Jugendarbeit gesammelt und Ehrungen durchgeführt. Seit 25 Jahren im Verein sind Margot Mehring und Irmgard Schuld, 40 Jahre dabei sind Hans Jakobi, Klaus Jakobi und Ernst Alfred Winkler sowie die Sänger Heinz Friedl und Wolfgang Wien. Ein halbes Jahrhundert bei der Eintracht sind Edgar von Hayn sowie die Sänger Helmut Böhm und Hans-Helmut Schmorde.

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