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Lamping ganz oben

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Rosbach (pm/hed). Die Freie Wähler haben in ihrer Mitgliederversammlung im Dezember die Listen für die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte von Ober-Rosbach, Nieder-Rosbach und Rodheim aufgestellt. Unter dem Motto »Die Besten für Rosbach und Rodheim« wurden 15 Kandidaten für die Wahl am 6. März benannt.

Spitzenkandidat ist Fraktionschef Christian Lamping aus Ober-Rosbach. Der 44-jährige Lehrer führt die FWG-Fraktion seit fünf Jahren und leitet den Ober-Rosbacher Ortsbeirat. Weitere Bewerber sind der Vorsitzende und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Walter Soff (Rodheim) sowie Gerhard Metzger aus Nieder-Rosbach. Auf Platz vier tritt Stadtrat Gottfried Blöcher (Ober-Rosbach) an, gefolgt vom Rodheimer Ortsvorsteher Rainer Schaub.

Auf den Plätzen sechs bis acht kandidieren mit Matthias Kopp (Nieder-Rosbach), Gerald Harff (Ober-Rosbach) und Ernst Gruner (Rodheim) neue Mitglieder. Sie sind im Lauf des letzten Jahres zu den Freien Wählern gestoßen. Harff ist bereits Stadtverordneter, war für die Piratenpartei ins Parlament nachgerückt, dann aber ausgetreten.

Auf den weiteren Plätzen folgen Christel Koch, Beate Karschny, Gustav Schütz, Eduard Paduch, Adolf Ulherr, Harald Willitsch und Barbara Lompa.

Die Freien Wähler wollen ihre Position »als drittstärkste politische Gruppierung« in Rosbach ausbauen, gibt Lamping in einer Pressemitteilung das Ziel vor. Tatsächlich aber hatten die Freien Wähler 2011 mit 11,4 Prozent der Stimmen auf Platz vier hinter CDU, SPD und Grünen gelegen.

Bürgermeister Thomas Alber darf derweil auf das Wohlwollen der Freien Wähler hoffen: Lamping: »Wir sind kein ›Bürgermeister-Verein», aber die Politik von Alber lag meistens auf unserer Linie.« Lediglich bei der Straßenbeitragssatzung – hier hatte die FWG mit den schließlich beschlossenen 30 Prozent einen höheren städtischen Anteil durchgesetzt – und bei der Grundsteuer seien deutliche Differenzen sichtbar geworden. Die vor kurzem im Parlament beschlossene Grundsteuererhöhung auf 453 Prozent nahm denn auch breiten Raum in den Diskussionen der Mitglieder ein.

Enttäuscht sei man über die von den anderen Fraktionen, die eine Initiative der Freien Wähler zur Kinderbetreuung abgelehnt hatten. Die FWG wollte die »stark ausufernden Kosten der Betreuung der Kinder unter drei Jahren« durch einen anderen Personalschlüssel senken und so 2016 und 2017 insgesamt 300 000 Euro einsparen. Die Stadt könne sich den Luxus, hier jährlich über eine Million Euro zuzuschießen, nicht mehr leisten. Weitere Grundsteuererhöhungen werde die FWG ohne Änderungen in diesem Bereich nicht mehr mittragen.

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