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Küsschen für die Königin

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Von: Edelgard Halaczinsky

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»Nach einem spannenden Jahr mit vielen wertvollen Erfahrungen könnte ich jetzt noch mal so richtig loslegen – aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist«, sagt Kirschblütenkönigin Kristina II., die noch bis zum großen Blütenball am Samstagabend im Amt sein wird. Danach wird die 19-jährige Fachabiturientin, die derzeit ein einjähriges Verwaltungspraktikum absolviert, die Krone an eine Nachfolgerin weiterreichen. Im Sommer wird sie eine Lehre als Hotelkauffrau in Frankfurt beginnen und als bürgerliche Kristina Jakobs wieder in ihr Privatleben eintauchen.

»Nach einem spannenden Jahr mit vielen wertvollen Erfahrungen könnte ich jetzt noch mal so richtig loslegen – aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist«, sagt Kirschblütenkönigin Kristina II., die noch bis zum großen Blütenball am Samstagabend im Amt sein wird. Danach wird die 19-jährige Fachabiturientin, die derzeit ein einjähriges Verwaltungspraktikum absolviert, die Krone an eine Nachfolgerin weiterreichen. Im Sommer wird sie eine Lehre als Hotelkauffrau in Frankfurt beginnen und als bürgerliche Kristina Jakobs wieder in ihr Privatleben eintauchen.

Über vierzig Veranstaltungen hat sie im zurückliegenden Jahr in offizieller Funktion besucht. Mal im langen Abendkleid, und – wenn es etwas volkstümlicher zuging – im Dirndlkleid. Aber immer mit Krönchen und Schärpe. »Wenn man die Krone auf dem Kopf hat, schlüpft man in eine ganz andere Rolle«, sagt sie. »Man wird ganz anders wahrgenommen, als wenn man in Jeans und Pulli mit Freunden zusammen ist.« Kristina hat mit Menschen jeden Alters zu tun gehabt, und kaum eine Situation war letztendlich vorhersehbar. Ob Kita oder Altenheim, ob Straßenfest oder der Besuch mit anderen Hoheiten im Biebricher Schloss bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.

Immer traf sie auf neue Situationen und damit auf neue Erfahrungen. »Ich bin auf Feste gegangen, auf die ich sonst nie gegangen wäre, weil ich von ihnen nichts gewusst hätte.«

Im Nachhinein sei jeder Auftritt als Blütenkönigin eine große Bereicherung gewesen. »Wenn man plötzlich vor 190 Leuten sprechen muss und deren ganze Aufmerksamkeit bekommt, traut man sich auch bei anderen Gelegenheiten viel mehr zu und geht offener auf die Leute zu«, sagt sie. Erwachsener sei sie dadurch geworden und habe mehr Blick für die kleinen Dinge des Lebens bekommen. »Kinder denken ja oft, als Königin regiere ich ein Land. Dann sind sie im ersten Moment sehr schüchtern und kriegen vor lauter Respekt große Augen«, erzählt sie. Dann gelte es, Zugang zu den Kleinen zu finden. »Einmal gab mir ein kleiner Kita-Junge hinterher einen zarten Kuss auf die Wange. Das war sehr rührend.«

Die vielen Begegnungen und Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr möchte sie heute nicht mehr missen. »Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge«, sagt sie. Traurig sei sie, dass die schöne Zeit nun vorbei ist, aber auch wieder froh, weil es um sie herum nun wieder etwas ruhiger zugehen wird.

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