100 bis 120 Hektar des Stadtwalds sind durch Borkenkäferbefall und Trockenheit zur Kahlfläche geworden. Was mit diesen Flächen geschehen soll, ist Thema eines Waldrundgangs, zu dem sich Kommunalpolitiker treffen. FOTO: PM
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100 bis 120 Hektar des Stadtwalds sind durch Borkenkäferbefall und Trockenheit zur Kahlfläche geworden. Was mit diesen Flächen geschehen soll, ist Thema eines Waldrundgangs, zu dem sich Kommunalpolitiker treffen. FOTO: PM

Konzepte für Kahlflächen

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). 100 bis 120 Hektar sind im Stadtwald Rosbach zur Kahlfläche geworden. Dagegen soll etwas unternommen werden. Im Hinblick auf die Haushaltsplanberatung für 2021 haben sich daher Kommunalpolitiker der Stadt zu einem Waldrundgang getroffen, wie es nun in einer Pressemitteilung der Stadt heißt.

Im Mittelpunkt standen die Themen Wiederbewaldung von Käferflächen sowie Wirtschaftsplanung. Begleitet wurden die Politiker von Revierleiterin Eva-Maria Kirchler sowie Thomas Götz vom Forstamt Weilrod.

Im Moment sei noch nicht ersichtlich, wie groß die Schäden durch Sturm, Borkenkäfer oder Hitze seien. Entsprechend könne noch nicht festgelegt werden, welche Flächen wieder bewaldet werden müssten.

Naturverjüngung erhofft

"Erfahrungsgemäß wird sich auf den Flächen im Stadtwald eine bunte Mischung von Baumarten mit flugfähigen Samen verjüngen. An den Rändern auch durch Baumarten mit schweren Samen", sagte Kirchler. "Diese Naturverjüngung soll übernommen werden und durch Pflegearbeiten in den kommenden Jahrzehnten zu einem klimastabilen Mischwald entwickelt werden, der allen ökologischen und ökonomischen Anforderungen gerecht wird." Nur dort, wo die Verjüngung ausbleibe, solle mit künstlicher Verjüngung von Baumarten, die weniger unter Trockenheit litten, gearbeitet werden. Ökonomisch würde die schnelle Bepflanzung (sofern geeignetes Pflanzgut verfügbar sein werde) den städtischen Haushalt mit rund 10 000 Euro pro Hektar belasten. Bei der derzeitigen Schadfläche wären dies rund 1 bis 1,2 Mio. Euro. Die Naturverjüngung dagegen ist kostenfrei. Aus ihr entwickelten sich Wälder, die nach Art und Alter gemischt sind und damit unempfindlicher gegen Schädlinge oder Klimaextreme seien. Dieses Vorgehen bringe sowohl ökonomische als auch ökologische Vorteile mit sich.

Bürgermeister Steffen Maar sagte: "Ein umfängliches Wiederbewaldungskonzept, welches auch im kommunalen Klimaschutzkonzept verankert ist, befindet sich derzeit, auch in Abstimmung mit Hessen-Forst, in Aufstellung."

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