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Auf dem Recyclinghof in Rosbach wird es immer enger - eine Verlagerung könnte Abhilfe schaffen.

Auf dem Gelände wird es langsam eng

Kommt Recyclinghof an neuen Standort?

  • VonEdelgard Halaczinsky
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So langsam wird der Platz auf dem Rosbacher Recycling- und Bauhof knapp. Eine Erweiterung auf einem benachbarten Grundstück käme in Frage. Oder eine komplette Verlagerung?

Rosbach - Auf dem Gelände des Recycling- und Bauhofs wird es immer enger, sodass die Stadt Überlegungen angestellt hat, wie man Abhilfe schaffen kann. Infrage kommt eine Erweiterung durch das benachbarte, unbebaute Grundstück, das der Stadt gehört, oder eine Verlagerung in den kommenden dritten Bauabschnitt des Gewerbegebiets Ost südlich des Regenrückhaltebeckens. Andere Varianten waren nach sorgfältiger Prüfung verworfen worden.

In den Jahren 1997/98 baute die Stadt in der Dieselstraße eine Wertstoffsammelanlage auf etwa 1500 Quadratmetern mit den damals nötigen betrieblichen Einrichtungen wie Annahmehäuschen, Waage und Überdachung der fünf Container für Grünschnitt, Pappe/Papier, Metall und andere damals übliche Kategorien. Zudem war hier der Bauhof untergebracht.

Seit Juli 2005 betreibt die Stadt auf demselben Grundstück auch einen Recyclinghof. Rosbacher und Wöllstädter Bürger - das sind zusammen etwa 18 000 Menschen - können hier ihre wiederverwertbaren Abfälle abgeben. Angepasst an die abfallwirtschaftlichen Notwendigkeiten der getrennten Wertstofferfassung sind aktuell 17 Container und verschiedene kleinere Behälter aufgestellt.

Nach Meinung von Experten kann die Zahl der Behälter aber ebenso weiter zunehmen wie die Zahl der Bürger, die ihren Abfall zur Entsorgung abgeben. So komme es regelmäßig zu Behinderungen zwischen den Fahrzeugen des Bauhofs, den Containertransportern und denen der Bürger.

Recyclinghof Rosbach: Nötigem Standard nicht mehr gerecht

Aufgrund der beengten Flächenverhältnisse und der suboptimalen Verknüpfung mit dem Bauhof kann der bestehende Recyclinghof-Standort dem nötigen Standard nicht mehr gerecht werden. Der für eine moderne Einrichtung nötige Flächenbedarf beträgt etwa 4000 Quadratmeter.

Das Planungsbüro für Umwelt, Bullermann Schneble aus Darmstadt verfügt über gute Referenzen und entsprechende Erfahrungen. Es wurde im Oktober 2020 beauftragt, Lösungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für einen zeitgemäßen Recyclinghof am vorhandenen Standort und unter Hinzunahme von Teilflächen des angrenzenden unbebauten Grundstücks Flurstück Dieselstraße 7-9, das der Stadt gehört, zu entwickeln. Ziel war es, den aktuellen Standort so zu verbessern, dass ein Neubau mit einhergehender Verlagerung entfallen könnte.

Recyclinghof Rosbach: Empfehlung für Verlegung

Das Planungsbüro kam aber zu dem Schluss, dass bei allen geprüften Varianten keine wesentliche Verbesserung der Betriebsabläufe sowohl von Recycling- als auch von Bauhof erreicht werden kann. Es empfiehlt daher eine Verlegung in drei Bauabschnitten in das Gewerbegebiet Ost, südlich des Regenrückhaltebeckens.

Die Kosten belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro zuzüglich Grundstückskosten. Im Magistrat ist man sich einig, dass langfristig auch der Bauhof an diese Stelle verlagert werden sollte, um den zentralen Versorgungsbereich weiterzuentwickeln. Im ersten Schritt sollte jedoch zunächst nur der Recyclinghof umziehen.

Die Verwaltung prüft derzeit Gegenfinanzierungsmöglichkeiten.. Zudem wurde beim Abfallwirtschaftsbetrieb angefragt, ob er bereit sei, den Bau und Betrieb des neuen Recyclinghofs zu übernehmen. Nach Abschluss der Prüfungen soll die Angelegenheit den Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden.

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