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Grünen-Besuch bei Hassia (von links) Thomas Tilse, Dirk Hinkel, Michaela Colletti und Günter Hinkel.

Klimaneutralität in der Herstellung

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Rosbach (pm). »Ein informatives Gespräch und eine interessante Firmenbesichtigung«, resümiert die Bundestagskandidatin der Wetterauer Grünen, Michaela Colletti, Kreistagsabgeordnete Mitglied der Rosbacher Stadtverordnetenversammlung. Somit liegen ihr die Aktivitäten der örtlichen Firmengruppe besonders am Herzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Hassia Mineralquellen in Rosbach ist ein marktführendes Unternehmen aus der Wetterau und bundesweit mit elf Produktionsstandorten der größte deutsche Anbieter von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken verschiedener Marken. Dirk Hinkel, geschäftsführender Gesellschafter, präsentierte die aktuelle Situation des Unternehmens. Als bedeutende Veränderung hob er die Auswirkungen der Corona-Krise hervor: im Ergebnis deutlich geringere Umsätze in der Gastronomie und ein gestiegener Absatz im Getränkehandel. Zudem wurde klar: Auch ein branchenführendes Unternehmen wie Hassia steht vor neuen Herausforderungen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Diskussion über Rahmenbedingung

Im Austausch zwischen den geschäftsführenden Gesellschaftern Günter und Dirk Hinkel mit Colletti und Thomas Tilse, dem Wirtschaftsexperten der Bad Vilbeler Grünen, sei eine lebhafte Diskussion um die politischen Rahmenbedingungen für den Mittelstand entstanden.

»Viele Unternehmen in Deutschland stellen sich bereits heute dem Thema Nachhaltigkeit und Ökologie und entwickeln Konzepte, die wegweisend sind,« erläuterte Thomas Tilse. »Aus den Erfahrungen mit Eigeninitiativen und Pilotprojekten gewinnt die Politik wichtige Erkenntnisse.« Das Familienunternehmen Hassia Mineralquellen sei hier Vorreiter in der Branche: Der Produktionsstandort in Bad Vilbel sowie alle Mineralwassermarken der HassiaGruppe seien klimaneutral. Weitere Standorte sollen folgen. Die Umstellung auf Ökostrom aus deutschen Wasserkraftwerken, kurze Transportwege, über 90 Prozent der Artikel in umweltfreundlichem Mehrweg sowie eine hocheffiziente neue Glasanlage hätten dazu beigetragen. Von beiden Seiten gab es während des Besuchs natürlich auch kritische Fragen. Während die Geschäftsleitung die von den Grünen programmatisch geplante Vermögenssteuer ansprach und eine neutrale Position der Regierung zur Diskussion Mineralwasser/Leitungswasser forderte, thematisierten die Grünen die nachhaltige Nutzung der Quellen. Hier unterstrich die Geschäftsleitung die kontinuierliche interne Kontrolle und Überwachung. Die Gesprächsteilnehmer stimmten darin überein, »dass eine größtmögliche Biodiversität und Reduktion des Pestizideintrages letztlich auch einer guten Wasserqualität dienen«.

Der Besuch habe deutlich gemacht: Die ökologische Wende sei keine abstrakte politische Forderung, sondern ein unternehmerisches Ziel.

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