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Die Stadt Karben muss die Kapazitäten ihrer Kläranlage in den nächsten Jahren erweitern und die aus den Siebzigerjahren stammende Technik weiter aufrüsten. ARCHIVFOTO: PE

Karben soll mehr Geld erhalten

  • VonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach/Karben (sky). Seit 1963 gibt es einen Verbindungskanal zwischen der bebauten Ortslage Rodheim und der Kläranlage Karben. Mit einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vom Dezember 1978, zuletzt geändert im Mai 1987, hat sich die Stadt Karben verpflichtet, in der von ihr betriebenen Kläranlage auch das im Stadtteil Rodheim anfallende Abwasser zu reinigen.

Die dafür zu berechnende Einleitungsgebühr wird in der Abwassermessanlage für jedes Jahr bemessen.

Im Jahr 2020 war die Stadt Karben an Rosbach herangetreten, weil man die Kläranlage erweitern wollte, und dabei die Einwohnergleichwerte von Rodheim Berücksichtigung finden sollten. Weiterhin sei der jährliche Abrechnungsmaßstab für die Betriebskosten nicht mehr nachvollziehbar, denn in den letzten Jahren sei der Anteil der Stadt Rosbach deutlich gesunken. So kamen beispielsweise im Jahr 1997 gut 714 000 Kubikmeter (rund 23,1 Prozent der Abwasser-Gesamtmenge) zur Berechnung, 2020 waren es nur noch 387 000 Kubikmeter (11,2 Prozent). Diese Kostenanteile seien für die Betriebsleitung der Kläranlage Karben nicht nachvollziehbar, da der Wasserverbrauch der angeschlossenen Rodheimer Haushalte in diesen Jahren relativ konstant zwischen 200 000 und 220 000 Kubikmeter gelegen habe, erfuhren die Rosbacher Stadtverordneten in der jüngsten Sitzung. Trotz gleicher Schmutzmenge schwankten die Einleitungsgebühren aber um bis zu 80 Prozent.

Nun bittet Karben darum, die Einleitungsgebühr nach dem Wasserverbrauch der angeschlossenen Haushalte zu berechnen, um eine faire Kostenverteilung zu erreichen. Weiterhin seien dadurch die Gebühren für beide Seiten vorhersehbarer. In der Modellberechnung hätte sich in den letzten Jahren eine Einleitungsgebühr für die Stadt Rosbach zwischen 330 000 und 365 000 Euro (statt 200 000 bis 360 000 Euro) ergeben.

Rosbach beabsichtigt, auf den Vorschlag einzugehen und auf den Abschluss eines entsprechenden Nachtrags hinzuwirken. Ziel sei eine faire Kostenverteilung, die aktuell nicht gegeben sei.

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