Investitionen in Hochwasserschutz

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Rosbach (pm). Hochwasserschutz sei in Rosbach nicht erst seit der Flutkatastrophe in diesem Sommer ein zentrales Thema. »Die Situation in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz wollen wir jedoch zum Anlass nehmen und aufzeigen, was wir bereits alles für den Hochwasserschutz unternehmen«, sagt Stabsstellenleiter Sebastian Briel. Allein in den vergangenen Jahren seien viele wichtige Maßnahmen abgeschlossen werden.

Jährlich investiert die Stadt laut Briel 70 000 Euro in Hochwasserschutzmaßnahmen. So hätten bereits 1000 Überlaufmulden im Stadtwald entstehen können. »Wasser, das im Wald gehalten werden kann, trägt nicht zu einer Hochwassergefahr in den Stadtteilen bei und dient gleichzeitig der Bewässerung«, erklärt Bürgermeister Steffen Maar.

Neben den jährlichen Investitionen wurde in Rodheim am Baugebiet Hub in diesem Jahr eine große Maßnahme für 93 000 Euro abgeschlossen: Hier wurde ein Retentionsraum für Regenereignisse geschaffen. Das Außengebietswasser wird dadurch an der Wohnbebauung vorbeigeführt und in eine bereits vorhandene Grabenentwässerung eingeleitet. Auch der Rosbach Richtung Ober-Wöllstadt wird renaturiert. »Die Schaffung von weiterem Retentionsraum und Wasserrückhaltemulden zeigt: Hochwasserschutz ist uns schon immer wichtig«, betont Maar. Für 2022 sei die Erneuerung der Sirenen geplant.

Gegenstände im Durchlauf melden

»Neben konkreten Maßnahmen arbeiten wir auch konzeptionell am Hochwasserschutz«, sagt Maar. Zurzeit würden die Generalentwässerungspläne für alle Stadtteile erneuert. Bereits 2020 seien Fließkarten der Wasserläufe beauftragt worden. »Sie zeigen eine erste Übersicht der potenziellen Fließpfade, die das Regenwasser bei einem Starkregenereignis nehmen würde.«

Grundsätzlich würden Gewässerläufe regelmäßig mit Behörden und Verbänden abgelaufen. Außerdem würden Gräben und Bachläufe regelmäßig gepflegt. Die Verwaltung nehme jederzeit Hinweise zu Gegenständen im Wasserdurchlauf entgegen.

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