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Bis zum Gipfelkreuz hat es die Wandergruppe geschafft. Nach einem anstrengenden Aufstieg belohnt der unbeschreibliche Ausblick.

Hier ist Trittsicherheit gefragt

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Rosbach(pm). Anfang des Jahres planten die Übungsleiter der Wandergruppe der SG Rodheim, Carmen und Dirk Bayer, die dreitägige Hüttentour "Allgäuer Alpen". Für alle "Hüttenstürmer", insbesondere für die Neulinge am Berg, wurde jeden Mittwochabend ein Hiking-Training angeboten, um die Trittsicherheit und Kondition zu schulen und die Bergausrüstung zu testen. Es wurden Wetter-Apps beobachtet und letzte Ausrüstungsgegenstände besorgt. Plötzlich kam die Nachricht: Die Bockkarscharte, der Übergang von der ersten zur zweiten Berghütte, ist wegen Altschneefeldern nicht begehbar. Nun hieß es, unter Zeitdruck die Tourplanung zu überarbeiten und für die gesamte Wandergruppe eine neue Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Zum Glück nahm der Berggasthof "Almagmach" im Steigbachtal/Immenstadt die Gruppe kurzfristig auf. Die Begehung der Nagelfluhkette wurde somit eine reizvolle Alternative für den ersten Wandertag. Alle trafen sich um 5 Uhr an der Sporthalle in Rodheim, Fahrtziel war der Parkplatz der Mittagsbahn in Immenstadt.

Die ersten Höhenmeter bis zur Mittelstation wurden mit dem Sessellift zurückgelegt. Herrlich sonniges Wetter bescherten bereits erste traumhafte Ausblicke in die Allgäuer Berge. Die Brotzeit an der Bergstation stärkte und die Gratwanderung auf der Nagelfluhkette konnte beginnen. Anfänglich breitere Wege wurden schmaler, anspruchsvoller und interessanter. Wer sich mit der langen Felsleiter nicht anfreunden konnte, hatte die Möglichkeit, mit Wanderguide Carmen eine Alternativroute zum Gipfel zu wählen.

Drahtseile an Felsen

Die Tour verlief gemeinsam weiter an streckenweise mit Drahtseilen gesicherten Felsen. Hier konnten alle neue Bergerfahrungen sammeln. In den Pausen genossen alle Teilnehmer den einmaligen Ausblick in Richtung Nebelhorn. Wer sich am Nachmittag nicht sofort mit Kaffee und Kuchen (Alpe Gund) stärken wollte und noch eine Herausforderung suchte, konnte mit Wanderguide Dirk den Stuiben erklimmen. Nach der siebenstündigen Tagestour erreichten wir glücklich und zufrieden den Berggasthof "Almagmach". Am Abend stärkte man sich mit Schmankerln für den nächsten Wandertag.

Der zweite Wandertag startete nach einem Frühstücksbuffet in Richtung Parkplatz der Mittagsbahn. Auf halber Strecke lief die Gruppe durch den Steigbachtobel, der mit "Sonnenstrahlspiel" am gleichnamigen Bach begeisterte. Nun begann das Neupacken der Rücksäcke, da für den Nachmittag unbeständiges Wetter angekündigt war. Die kurze Autofahrt nach Oberstdorf endete auf dem Parkplatz in der Nähe der Nebelhornbahn. Von dort aus verlief der Weg ins Tretttachtal. Immer dem Fluss folgend erreichten alle nach zwei Stunden Spielmannsau. Der letzte Ort, bevor der Aufstieg von ca. 850 Höhenmeter in Richtung Kemptner Hütte in Angriff genommen wurde. Während der Rucksackpause kam Wind auf und einige Wolken schoben sich vor die Sonne.

Auf dem Weg zur Kemptner Hütte durchquerte die Gruppe ein Altschneefeld. Wegen Gras, Geröll und Schmelzwasser waren besondere Trittsicherheit und Vorsicht gefordert. Aufgrund des Tauwetters konnte man bestimmte Wegabschnitte auf den Altschneefeldern nur nacheinander und einzeln begehen, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Bei einem zünftigen Hüttenabend ließen alle den Tag ausklingen.

Der letzte Wandertag startete vor dem Aufstehen mit Regengüssen. Auch beim Abstieg nach Oberstdorf wurde auf den Altschneefeldern den "Roaremer Hüttenstürmern" absolute Konzentration, Trittsicherheit und Stockeinsatz abverlangt. Nach dem Abstieg von der Kemptner Hütte erreichten alle über Spielmannsau den Parkplatz. Zum Abschluss genoss die Gruppe ein Allgäuer-Mittagessen in Oberstdorf.

Mit neuen Bergerfahrungen im Gepäck fuhr die Gruppe zurück in die Wetterau. Neue Touren werden vom "Übungsleiterteam Bayer" bereits geplant.

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