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Hier ist Platz für 174 Kinder

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach(sky). Mit der Fertigstellung der integrativen Kita im Neubaugebiet "Die Sang" ist Rosbach dem Bestreben, seine Rolle als familienfreundliche Stadt auszubauen, einen Schritt nähergekommen. Am Samstag, pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres, durchschnitten Bürgermeister Steffen Maar und Nasser Djafari, Vorstand der Trägergesellschaft VzF (Verein zur Förderung der Integration Behinderter Taunus), das Flatterband am Eingang zu dem modernen und ausgesprochen großzügigen Neubau, der mit 4,9 Millionen Euro Baukosten im geplanten Rahmen geblieben ist.

Erlebnisbad am Eingang

Gegen den Willen von Grünen und der Wählergruppe SALZ und bei Enthaltung von CDU und FDP hatte sich das Stadtparlament vor rund zwei Jahren mit knapper Mehrheit für den freien Träger aus Oberursel entschieden, der im Hochtaunuskreis bereits 14 Kitas betreibt und mit der Rosbacher Einrichtung erstmalig im Wetteraukreis Fuß fasst.

Wie Dieter Kurth, Vorsitzender der Wählervereinigung "Stimme RosbachRodheim" erinnerte, war unter dem damaligen Bürgermeister Thomas Alber seitens der "Stimme" der Ruf nach einem freien Träger für die neue Kita laut geworden. Nun wurde die Entscheidung in diese Richtung einhellig und über alle Parteigrenzen hinweg begrüßt.

Mit der Neueröffnung der 1500 Quadratmeter großen Kita mit über 2500 Quadratmetern Außenfläche geht die (in der Vergangenheit teils heftig diskutierte) Schließung der Kita "Brüder Grimm" einher. Über deren Zukunft wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Das neue Gebäude beherbergt auf seinem Dach eine Fotovoltaikanlage, die über den Bedarf in der Kita hinaus Strom produziert.

Knapp zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich in der Straße Im Eisenkrain 2 präsentiert sich ein modernes, ebenerdiges Gebäude, das 174 Kindern in acht Gruppen (drei U 3 und fünf Ü 3) Platz bietet. Neben den Gruppenräumen gibt es diverse Funktionsräume für pädagogische und therapeutische Arbeit. Eine Besonderheit ist das Erlebnisbad in der Nähe des Eingangs, wo Kinder planschen und spielen können. "Es ist wichtig, dass Kinder schon früh ans Element Wasser gewöhnt werden", sagt die neue Kita-Leiterin Miriam Hoffmann, die sich mit über 30 pädagogischen Fachkräften um die Kinder kümmert. Neben dem Turnraum gibt es Räume für Werken und Gestalten sowie ein Zimmer für die Behandlung behinderter Kinder. "Mit unserem Angebot, Kinder bei Bedarf speziell zu fördern, sparen wir den Eltern lange Wegezeiten, die ja meist nach Feierabend anfallen", erklärt Nasser Djafari. Er verweist auf die Erfahrung des VzF bei der Förderung behinderter oder benachteiligter Kinder. Kürzlich erst feierte der Verein sein 50-Jähriges.

Bürgermeister Steffen Maar sagte, er sei froh, dass der Übergang von der Kita "Brüder Grimm" zur Kita "Sang" so reibungslos verlaufen sei. "Einige unserer Angestellten sind aus dem städtischen Arbeitsverhältnis zum VzF gewechselt, sodass die Kinder, die von der Kita ›Brüder Grimm‹ oder ›Am Kirschenberg‹ mitgekommen sind, keine große Umgewöhnung haben." Auch vom Spielzeug hat man einiges übernehmen können. Hoffmann: "Das hat einiges an Kosten gespart, und die Kinder erkennen ihre Lieblingsspielzeuge gleich wieder." Insgesamt folge man aber dem Motto "weniger ist mehr". Es mache wenig Sinn, den Entdeckergeist durch ein Überangebot an Spielzeug auszubremsen. Bald werden auch die Außenanlagen fertig sein, sodass dem Bewegungsdrang auch an der frischen Luft Genüge getan werden kann.

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