Gegen geplante Windräder

  • VonRedaktion
    schließen

Rosbach (pm). Gegen Windkraftanlagen in der eigenen Gemarkung und am Winterstein spricht sich die FDP in Rosbach und Rodheim aus. »Für Wald, Tiere und Menschen entstehen durch den Bau der Windräder für immer bleibende und nicht mehr zu beseitigende gravierende Schäden in einem bislang bedeutenden Natur- und Erholungsgebiet. Die Hoffnung auf finanzielle Einnahmen kann dies mitnichten ausgleichen«, meint der FDP-Vorsitzende Prof.

Jörg Werner. Dementsprechend lehnen die Freien Demokraten die vorgelegte Absichtserklärung zur Entwicklung eines Windparks zwischen den Kommunen Rosbach, Wehrheim, Friedberg und Ober-Mörlen sowie dem Bundes- und Landesforst ab.

Festgelegt werde dabei, dass bei dem nicht hohen Windpotenzial des 405 Hektar großen Planungsgebiets die Windausnutzung vorrangiges Ziel sei und hierauf aktiv hinzuwirken bleibe. Ebenfalls erwähnte Schutzfunktionen für den Wald würden dabei nicht in gleichem Maße betont. FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Otto Jacobi weist darauf hin, dass Rosbach lediglich im Besitz von acht Hektar und somit weniger als zwei Prozent der Planungsfläche sei. Entsprechend gering seien am Verhandlungstisch die Einflussmöglichkeiten von Rosbach als deutlich kleinstem Eigentümer.

In den vergangenen zehn Jahren seien stets Planungsüberlegungen zum Bau von Windrädern wegen Anforderungen zur Flugsicherung und des Denkmalschutzes in Nachbarschaft des Weltkulturerbes Limes gescheitert. Nunmehr wolle der Bundeswirtschaftsminister mit erheblichem finanziellen Aufwand ein neues System zur Flugsicherung für das Gebiet einsetzen, das den Bau von Windrädern ermöglichen solle.

Thema auch an Info-Ständen

Bezeichnend für den aus der FDP-Sicht »unvernünftigen Ausbauwillen von Windrädern« seien auch Meinungsäußerungen zu der umstrittenen von der Denkmalpflege geforderten Pufferzone und dem Mindestabstand von Windrädern zum Limes. Teilweise werde die Meinung vertreten: Wenn dem Limes der Status eines Welterbes durch die UNESCO entzogen werde, sei dies bedauerlich, aber nicht zu verhindern. Bei dem offenbar von der Stadt angestrebten Bau eines Windrades auf Rosbacher Gebiet entstünden zudem weitere Belastungen.

Die für den Bau eines Windrades erforderlichen mehrere Tausend Tonnen an Stahl oder Beton sowie die riesigen Rotorblätter könnten nicht auf den vorhandenen Waldwegen antransportiert werden. Auch durch den notwendigen Straßenbau würden »bedauerliche Weichen mit der Abkehr des Waldes von einem Natur- in ein Industriegebiet gestellt«, heißt es in der Pressemitteilung der Liberalen weiter.

Abschließend macht die FDP auf ihre Info-Ständen zur Bundestagswahl auf dem Bauernmarkt an der Adolf-Reichwein-Halle an den kommenden drei Freitagen jeweils von 15 bis 18 Uhr aufmerksam. Dabei werde sie auch für das Ablehnen von Windrädern in der heimischen Gemarkung und am Winterstein werben,

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare