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Ein Gang durchs Rosbacher Baugebiet »Sang«

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Von: Edelgard Halaczinsky

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Bis Jahresende sollen die Erschließungsarbeiten für den neuen Rosbacher Stadtteil an der B 455 abgeschlossen sein. Ein Rundgang mit Bürgermeister Thomas Alber im Baugebiet »Sang«.

Gut ein halbes Jahrhundert ist es her, als man den Häuslebauern in der Salzbergsiedlung im heutigen Baugebiet »Sang« versprach, man werde möglichst zeitnah den Lückenschluss zur Altortsbebauung herbeiführen. Damals hatte es wohl niemand für möglich gehalten, dass erst die Jahrtausendwende kommen musste, bis diese Worte in die Tat umgesetzt werden können.

Jetzt allerdings ist es so weit. Es wird gebaut. Während im Bereich der Einzelhausbebauung erst ein einziges Objekt (in Fertigbauweise) errichtet wurde, herrscht am neuen Ortseingang rege Bautätigkeit. Hier errichtet die Firma Bonava Deutschland GmbH 22 Doppelhäuser und 33 Reihenhaushälften.

Bei einem Rundgang über das Geländer erklärt Bürgermeister Thomas Alber: »Aus Gründen des Bebauungsplans haben wir in einigen wenigen Punkten von den ursprünglichen Planungen abweichen müssen, aber im Großen und Ganzen entspricht das zu erwartende Ergebnis unseren Vorstellungen«, sagt er. So werden die an der B 455 gelegenen 61 Eigentumswohnungen mit Tiefgaragenplätzen des Investors »Krieger + Schramm« aus Dingelstädt nicht u-förmig angeordnet sein, sondern in einem »L« mit einem separaten Gebäudekomplex zum Norden hin.

Genau wie die GHI (Gesellschaft für Handel und Industrie), die einen Sonderbau mit Seniorenzentrum, Supermarkt und Gastronomiebetrieb errichten will, oder die Naussauische Heimstätte, die einen Wohnkomplex mit 66 Zwei- und Vierzimmer-Mietwohnungen mit Tiefgarage plant, benötigt »Krieger + Schramm« eine Baugenehmigung. Laut Alber wird die etwa September/Oktober erwartet, dann rollen auch hier die Bagger für den Hochbau an. Die Tiefbauarbeiten durch die Firma Feickert sind in weiten Bereichen schon abgeschlossen. Im Rathaus rechnet man mit einem Ende der Erschließungsarbeiten noch in diesem Jahr und damit rund sechs Monate eher als geplant. Für das Frühjahr ist der Endausbau der Homburger Straße einschließlich Kreisverkehr vorgesehen. Anschluss an den Ortskern

Somit wird es wohl auch für die privaten Bauherren zügig weitergehen können. »Bei den Einzelhausgrundstücken ist nur eine Bauanzeige erforderlich, sofern es keine Abweichungen zum Bebauungsplan gibt«, sagt Alber.

Für die Bewohner der Salzbergsiedlung bringt das neue Baugebiet nicht nur den Anschluss an den Ortskern, sondern auch Erleichterungen bei baulichen Veränderungen oder Neubautätigkeit. So soll es künftig möglich sein, auf den meist 1000 Quadratmeter und mehr großen Grundstücken weitere Gebäude zu errichten, und auch die marode Straßenoberfläche »Am Salzberg« wird ein neues Gesicht bekommen und sich den neu gebauten Straßen mit Mischverkehrsfläche anpassen.

Polier André Schillbock von der Straßenbaufirma Feickert ist trotz der jüngsten Wetterkapriolen zuversichtlich, dass es hier zügig weitergehen wird. »Dieser Tage fanden wir in der verlängerten Jahnstraße riesige Wasserlöcher vor, die der Starkregen vom Vorabend verursacht hat«, berichtet er. Mit einer kleinen Verzögerung konnte man aber weiterarbeiten.

Nach dem Straßenausbau werden die Gestaltung der sechs Grünflächen sowie eine Bepflanzung der Lärmschutzwand entlang der B 455 auf dem Plan stehen.

Während die Wand ähnlich dem Lärmschutz an der Feldpreul mit wildem Wein und Rosen bepflanzt werden soll, wird es für die Grünflächen themenbezogene Gestaltungen geben, die in den Händen vom Geschichtsverein, den örtlichen Naturschutzverbänden, von den Partnerstädten, dem Sportverein und Kita-Eltern liegen. Die Grünfläche vor dem Bonava-Areal wird von der Baufirma angelegt und später von der Stadt gepflegt. Alber: »Wir gehen davon aus, dass das Baugebiet zügig zu einem attraktiven Wohngebiet wird.«

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