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Bunte Vielfalt: Mit der Sprayaktion auf dem Pausenhof wirbt die Erich-Kästner-Schule dafür, den interkulturellen Dialog voranzutreiben und rassistischen Vorurteilen vorzubeugen.

Für Respekt und Toleranz

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Rosbach (pm). Auf dem Pausenhof der Erich-Kästner-Schule in Rodheim haben sich kürzlich Trauben aus neugierigen und aufgeregt tuschelnden Schüler gebildet. Grund hierfür war eine Sprayaktion, die die Jugendmigrationsdienste (JMD) des Internationalen Bunds Südwest des Wetteraukreises anlässlich der JMD-Aktionstage gemeinsam mit der Schule veranstalteten.

»Ziel dieser Sprayaktion war es, den Schülern die Begriffe Toleranz und Respekt näherzubringen und somit den interkulturellen Dialog voranzutreiben und rassistischen Vorurteilen vorzubeugen«, schreibt die Schule in einer Mitteilung. Besprüht wurden Blumenkästen und Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof mit Friedenssymbolen, der LGBTQ-Flagge und dem Wort »Hallo« in den verschiedenen Sprachen. Diese Kunstwerke sollten einerseits Weltoffenheit vermitteln und andererseits die bereits bestehende kulturelle Vielfalt innerhalb der Schülerschaft der EKS widerspiegeln. Gleichzeitig trügen die farbenfrohen Bilder dazu bei, dass die Schüler sich in der Schule wohler fühlen und sich stärker mit ihr identifizieren können. Die Aktion habe gezeigt, was großes Engagement und gute Zusammenarbeit bewirken könnten.

Lena Peitzsch, sozialpädagogische Fachkraft an der EKS, hatte keine Mühen gescheut, vorab die zu besprayenden Oberflächen zu grundieren, Schablonen auszuschneiden, Material zu besorgen und mit den Mädchen und Jungen das Sprayen zu üben.

Die anfänglichen Bedenken aufgrund des Regenwetters waren schnell passé: »Die Organisation und Vorarbeit haben sich vollends gelohnt. Es war ein toller Tag, den die Schulgemeinschaft so schnell nicht vergessen wird.« Es seien nicht nur bleibende, positive Bilder auf den Blumenkästen und Sitzgelegenheiten entstanden, sondern auch in den Köpfen der Schülerschaft.

Auch Julia Niederau von den Jugendmigrationsdiensten des IB zeigte sich dankbar und zufrieden: »Es war eine schöne Erfahrung, belebende Impulse an der Schule und Zeichen gegen rassistische Vorurteile setzen zu können.« Dass dies auf spaßhafte, künstlerische Art und Weise habe geschehen können und die Aktion Anklang unter den Schülerinnen und Schülern gefunden habe, runde alles noch mal ab, so Niederau. Ein großer Dank gelte der EKS für diese sehr gelungene Kooperation.

Zum Gelingen dieses Tages trug auch die freischaffende Medienkünstlerin Sonja Bender aus Büdingen bei, die die Schüler mit geübter Hand beim Sprayen unterstützte und die Anordnung der verschiedenen Sprühelemente im Blick hatte. Die Sprayaktion wurde von der Ovag mit einer Spende unterstützt. Dies ermöglichte die Beschaffung von Kreidespray, Pinseln und Schablonen.

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