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Bürgermeister Steffen Maar (r.) und Ortsvorsteher Christian Lamping vor dem Alten Rathaus in Ober-Rosbach.

Für Familien und Vereine

  • VonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Das Sanierungskonzept für das Alte Rathaus einschließlich Nebengebäude von Ober-Rosbach nimmt weitere Formen an. Am Dienstag stellte Bürgermeister Steffen Maar dem Stadtparlament Möglichkeiten für die künftige Nutzung des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gebäudes vor.

Diese Möglichkeiten ergeben sich auf der Grundlage von Machbarkeitsstudien von Fachplanern des Architekturbüros »bauart« aus Butzbach, kompetenten Vertretern der Stadtverwaltung sowie vom Archäologen und Experten für Baugeschichte, Dr. Karl Friedrich Rittershofer, in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde. Eine Bürgerwerkstatt vom November 2019, in der rund 100 Teilnehmer in der Adolf-Reichwein-Halle Ideen zur zukünftigen Nutzung und Gestaltung der Immobilie zusammengetragen hatten, war vorausgegangen.

Einigkeit herrscht darüber, das Haus zum überwiegenden Teil einer öffentlichen Nutzung zuzuführen. So könnten das rund 136 Quadratmeter große Erdgeschoss und Teile des 1. Obergeschosses weiterhin für Versammlungen und Veranstaltungen genutzt werden. Im Obergeschoss ist neben einer 28 Quadratmeter großen Gewerbefläche ein weiterer Versammlungsraum (50 Quadratmeter), eine Teeküche sowie das Trauzimmer (29 Quadratmeter) denkbar. Letzteres ist derzeit im Nebengebäude untergebracht. Im Dachgeschoss könnte eine 108 Quadratmeter große Wohnung entstehen, welche die Stadt als Mietobjekt zur Verfügung stellen könnte.

Nach den aktuellen Plänen erfolgt der Zugang zu den Räumen in den oberen Geschossen über die Ostseite. Für Barrierefreiheit sorgt ein außen angebrachter Fahrstuhl, der den derzeitigen Küchen-/Toilettenanbau ersetzen soll. Für die beiden vorhandenen, zu unterschiedlichen Zeiten errichteten Kellerräume gibt es keine konkreten Planungen.

Auch für Feiern und Tagungen

Von den 23 auszuweisenden Pkw-Stellplätzen können acht direkt am Haus eingerichtet werden, weitere Parkflächen gibt es am nahe gelegenen Friedhof. Die Kosten einschließlich der Außenanlagen belaufen sich auf rund 2,388 Millionen Euro.

Nach dem vorliegenden Konzept kann das Alte Rathaus vorzugsweise Familien und Vereinen als Räumlichkeit angeboten werden. Gleichwohl sollen die Räumlichkeiten auch für Tagungen oder Firmenveranstaltungen vermietet sowie für die politischen Sitzungen und Besprechungen der Verwaltung genutzt werden. Weiterhin sollen auch Kulturveranstaltungen und Geburtstagsfeiern möglich sein. Denkbar ist im Hauptgebäude auch die Einrichtung der Geschäftsstelle des Heimat- und Geschichtsvereins.

Aus Sicht der Denkmalschutzbehörde ist die vorliegende Machbarkeitsstudien genehmigungsfähig, sodass das Gebäude entsprechend der Konzepterstellung saniert werden könnte.

Schon in diesem Herbst könnten die Fachplaner - sofern verfügbar - beauftragt und in die Konkretisierung der Kostenkalkulation gegangen werden. Ziele für 2022 sind eine EU-weite Ausschreibung der weiteren Leistungen und eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit durch Informationen über den Fortlauf des Projekts.

Der rückwärtige Anbau mit Küche und Toiletten soll einem Anbau mit Treppenhaus und Fahrstuhl weichen.

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