FDP: Auch örtliche Vereine einbinden

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). Die FDP bemängelt, dass im neuen Veranstaltungsprogramm der Stadt "kein einziger der örtlichen Vereine eingebunden" sei.

Mit Sorge verfolge man in Rosbach und Rodheim die missliche Situation mehrerer örtlicher Vereine in der Corona-Krise, teilt FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Otto Jacobi mit. "Wir haben unsere dauernden Ausgaben, sind in unseren Aktivitäten sehr eingeschränkt und haben keine Einnahmen zu verzeichnen" sei eine wiederholt gehörte Klage. Teilweise müssten die Verantwortlichen bereits hochrechnen, wie lange die finanziellen Reserven noch ausreichen.

So begrüßenswert ein kulturelles Programm der Stadt sei, so schwer sei nachvollziehbar, dass kein örtlichen Vereine eingebunden sei. "Entgegen der Ankündigung werde leider auch keinem der mehr als 250 künstlerisch aktiven Mitbürgerinnen und Mitbürger Gelegenheit gegeben, sich zu präsentieren", sagt Jacobi. Es sei sehr wohl vorstellbar, Veranstaltungen mit lokalen Mitwirkenden durchzuführen statt mit den (auch mit städtischem Geld) engagierten Künstlern. "Kultur kann nicht von der Stadt, sondern nur von den örtlichen Vereinen getragen werden", betont Jacobi.

Bemerkenswert bleibe ebenfalls die "gravierend unterschiedliche Werbeintensität" für Veranstaltungen. Während aufwendig mit Plakaten im Stadtgebiet und auf elf bunten ganzseitigen Großanzeigen in dem städtischen Mitteilungsorgan hingewiesen werde, sähen Vorschriften für Vereine erhebliche Begrenzungen für deren Ankündigungen vor. Aktuell stehe nur eine Seite für knappe Hinweise zu den Aktivitäten örtlicher Vereine zur Verfügung.

Warum kein Rosbacher Motiv?

Beim Programm "Kultur online" falle auf, dass bei Thorton Wilders "Unsere kleine Stadt" kein Hinweis erfolge, dass die Helden-Theatergruppe das Stück auch in der Adolf-Reichwein-Halle mit Unterstützung der Kulturinitiative "Verzauberwelt Baidergasse" aufführe. Auch verwundere, dass für die Werbung ein Plakat mit Wolkenkratzern verwendet werde, obwohl auch ein Ankündigungsplakat mit Rosbacher Motiven vorliege.

"Bei der an sich positiven Idee der Förderung von Kultur sind leider Chancen vergeben worden, ungeteilte Freude aufkommen zu lassen", schreibt Jacobi. Es müsse verhindert werden, dass sich durch Aktivitäten der Stadt örtliche Vereine "an die Wand gedrängt" fühlten. "Städtische Gelder müssen vor allem dafür verwandt werden, dass in einer schwierigen Situation die örtlichen Vereine motiviert und stärker unterstützt werden." Dies gelte für alle sportlichen, sozialen und kulturellen Aktivitäten. Hierzu seien ein intensiver Austausch mit und eine stärkere finanzielle Unterstützung und Hilfestellung für die Vereine nötig.

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