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Frisch bepflanzt und sorgfältig geharkt zeigt sich der »Pannenkreisel« dieser Tage.

Farbtupfer auf dem »Pannenkreisel«

  • vonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Beim Neubau einer Kita an der Rodheimer Erich-Kästner-Schule ist wegen der Kündigung des Mietvertrages für die Kita »Am Kirschenberg« Eile geboten. Dementsprechend habe man die nötigen Vorbereitungen auf den Weg gebracht, teilte Bürgermeister Steffen Maar während der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag mit.

Geht es nach dem Willen der Parlamentarier - insbesondere der CDU -, wird das Gebäude in ökologisch nachhaltiger Bauweise erstellt, beispielsweise Holz. Die Grünen schlugen vor, Fördermöglichkeiten für Energiesparmaßnahmen zu prüfen. Während sich die »Stimme« dafür aussprach, das Gebäude durch einen Freien Träger erstellen und bauen zu lassen und dazu die bisherigen Erfahrungen mit VzF, dem Investor und Träger der Kita Sang, zusammenzutragen, sprach sich die Mehrheit für den FDP-Vorschlag aus, nur das Betreiben einem Dritten zu überlassen. Zudem folgte man dem Antrag der SPD, die näheren Details dazu im Haupt- und Finanzausschuss zu betraten.

Es war der Vorschlag der »Stimme« gewesen, einen Träger mit dem Schwerpunkt bilinguale Pädagogik nach Rosbach zu holen, beispielsweise »Terminal for Kids«, eine gemeinnützige Tochter der Medical Airport Service GmbH, um so das Erscheinungsbild von Rosbach als kinderfreundliche Stadt zu unterstreichen und den individuellen Bedürfnissen der Eltern noch besser nachzukommen. Schließlich war man sich einig, nach einem Träger zu suchen, der etwas bietet, was die Stadt bisher nicht anbietet.

Montessori-Schule will nach Rodheim

Zweiter Punkt in Sachen Kinderbetreuung war das Anliegen der Montessori Leben GmbH, ihren Standort von Friedberg nach Rosbach zu verlegen. Dazu sind bereits Gespräche zwischen der Montessori GmbH und dem Eigentümer des Gebäudes in der Industriestraße 3 in Rodheim geführt worden, auf die die Stadt aber keinen Einfluss hat. Ein finanzielles Engagement der Stadt in dieser Angelegenheit erachtete man nicht für sinnvoll, da nicht absehbar ist, wie langfristig die GmbH ihren Standort in Rosbach beibehalten würde. Zudem wurden - zum Beispiel von der FDP - Bedenken hinsichtlich der Lage in einem Industriegebiet sowie des Gebäudezuschnitts und mehr geäußert.

Erfreuliches gab es zum Thema »Pannenkreisel« an der K 11 zu berichten. Er ist seit seiner Errichtung aufgrund der schlechten Sichtbarkeit bei Dunkelheit oder Regen zu einem regelmäßigen Unfallschwerpunkt geworden. Nach mehreren Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung und Hessen Mobil wurde zuletzt eine Verwaltungsvereinbarung zur besseren Sichtbarkeit des Kreisels und Verschönerung des Ortsbildes getroffen. Nach Fertigstellung des Kreisels war eine artenreiche Wiesenblumenmischung angesät und die künftige Pflege des Kreisverkehrs eigentlich dem Land (Straßenmeisterei Friedberg) übergeben worden, das aber nicht viel tat. Nun werden auf der Kuppelfläche im Radius von fünf Metern weißblühende Sträucher gepflanzt. Auf der restlichen Fläche bis zum Entwässerungsgraben werden abwechselnd rosa Spieren und gelbe Potentillen gesezt. Die Zwischenräume werden zur Speicherung von Feuchtigkeit mit einer Mulchschicht bedeckt.

Im Vorfeld hatte man sich bewusst für einen anspruchslosen, robusten, winterharten Bewuchs entschieden, welcher dauerhaft blüht. Die nun ausgewählten Pflanzen sind besonders für den vollsonnigen Standort und für Trockenheit geeignet. Sie werden stark von Insekten angeflogen und haben die Funktion als Bienen- und Insektenweide. Die weiße Spiere blüht bereits im Mai, im Juni bis Oktober folgen rosa Spiere und Potentilla.

Das gesamtwirtschaftlichste Angebot lag bei rund 24 000 Euro und somit unter der Kostenschätzung. Die Umsetzung erfolgte dieser Tage.

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