Firmenchef Thorsten Schmalz (2. v. r.) mit (v. l.) Heinz Sill, Hanskurt Fröhlich, Herbert See und Karl-Heinz Dachs. FOTO: PM
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Firmenchef Thorsten Schmalz (2. v. r.) mit (v. l.) Heinz Sill, Hanskurt Fröhlich, Herbert See und Karl-Heinz Dachs. FOTO: PM

Fachkräftemangel als Hindernis

  • vonred Redaktion
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Rosbach(pm). Bei einem Besuch der Firma Thorsten Schmalz konnte sich die SPD Rosbach/Rodheim ein gutes Bild von diesem Ausbildungsbetrieb machen. Das Rosbacher Unternehmen ist Ausbildungsbetrieb für Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Der SPD-Stadtverordnete Karl-Heinz Dachs, der einen bei Schmalz als Azubi beschäftigten Flüchtling betreut, bezeichnete die Firma als "einen zukunftsorientierten Betrieb mit Verantwortung für die Gesellschaft und Nachwuchsausbildung". Er schätze besonders den kollegialen Umgang des Geschäftsführers mit dem Personal und hier speziell mit dem Azubi, der gut in das Team integriert sei.

Thorsten Schmalz hat die Firma 2007 gegründet. Nach seinem Abitur hatte er sich entschlossen, nicht zu studieren sondern eine Lehre und anschließend die Ausbildung zum Meister für Installation und Heizungsbau zu absolvieren. Heute beschäftigt er zehn Angestellte. Den Fachkräftemangel bezeichnet er als großes Hindernis beim weiteren Ausbau des Betriebs.

Ein wichtiges Thema des Treffens waren die erneuerbaren Energien. Laut Schmalz lassen sich alleine in Deutschland rund 80 Millionen Tonnen CO2 jährlich durch eine (durch den Bund geförderte) Heizsysteme- und Gebäudesanierung einsparen. Dabei bestehe gerade im Heizungsbau eine große Auswahl von Systemen auf Basis erneuerbarer Energien, deren Einsatz stark von Gebäude und Standort abhängig sei. Als Beispiele nannte Schmalz Pellet- oder Hackschnitzelheizungen, die Wärmepumpentechnik oder Wasserstoffheizungen mit Brennstoffzellen. Die Corona-Krise habe nur wenig Auswirkung auf seinen Betrieb; problematisch seien jedoch Lieferverzögerungen bei Lieferanten aus dem europäischen Ausland.

Schmalz äußerte den Wunsch, das Image der handwerklichen Berufe deutlich zu verbessern. Hier seien sowohl die Schulen als auch die Politik gefragt. Es sollten mehr junge Menschen eine duale Ausbildung starten, damit der Facharbeitermangel langfristig beseitigt werden kann. Bereits in der Schule sollte das Interesse für diese Berufe geweckt werden, die "hervorragende Karrierechancen" böten.

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