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Eine »Seufzerbrücke« für den Wasserburgpark

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Finden nicht alle schön: die neue Brücke im Wasserburgpark.
Finden nicht alle schön: die neue Brücke im Wasserburgpark. © Lothar Halaczinsky

Rosbach (sky). Nach Venedig, Frankfurt und Cambridge hat nun auch Rosbach seine Seufzerbrücke. Zwar werden über sie keine Gefangenen zur Haft geführt, aber zum Seufzen hat das kleine Brücklein über den Rosbach im Wasserburgpark schon allerhand Anlass gegeben.

Es begann vor etwa einem Jahr, als Bürgermeister Thomas Alber kurzerhand eine Brückensperrung wegen Baufälligkeit verfügte. Das brachte den Ortsbeirat auf den Plan, der sich übergangen fühlte (die WZ berichtete). Mehrere Bürger hätten sich bei ihm beschwert, weil der Durchgang von der Wasserburg zum Park von heute auf morgen einfach gesperrt worden sei, sagte Ortsvorsteher Dr. Volker Hoffmann (FDP) – und geriet mit dem Bürgermeister in Streit. Alber kündigte einen Neubau an, doch der verzögerte sich. Wieder beschwerte sich Hoffmann.

Seit Jahresende ist die Brücke endlich fertiggestellt und hat etwa die Hälfte der ursprünglich von Alber kalkulierten 50 000 Euro gekostet. Im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Parlament hatte man sich für eine preisgünstigere Lösung ausgesprochen und auch umgesetzt.

Und wieder hagelt es Kritik. »Die sieht aus wie eine Autobahnbrücke«, heißt es aus den Reihen des Nieder-Rosbacher Vereins für Dorfverschönerung. Viele Bürger teilen diese Meinung. Ein »potthässlicher Zweckbau« sei dort hingesetzt worden. Doch es gibt auch Gegenstimmen: »Sie passt zu dem Ambiente der benachbarten Wasserburg.« Über deren Aussehen nach der Grundsanierung hatten sich ja auch die Gemüter erhitzt – doch das ist mittlerweile Schnee von gestern.

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