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Hilfe, der Chef ist einen Tag zu früh da! Ein herrliches Durcheinander beginnt… FOTO: LH

Eine Leihfrau für den beruflichen Aufstieg

  • VonEdelgard Halaczinsky
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Rosbach (sky). Das Sommertheater der Theatergruppe »Die Rambelichter« ist eine feste Größe in Rosbachs Kulturgeschehen. Mit dem Stück »Leih mir deine Frau« von Claudia Gysel trafen die Hobbyschauspieler erneut den Geschmack des Publikums und sorgten für zwei unterhaltsame Abende auf dem Platz neben der Nieder-Rosbacher Wasserburg.

Friedrich (Ronny Kehrer) und Susi Müller (Sabine Jehrke) sind ein glücklich verheiratetes Paar. Schnell war das Publikum dank der trefflichen Pointen und der hervorragenden Mimik und Gestik der beiden Schauspieler davon überzeugt, dass Susi ihren Friedrich in diesem Theaterstück über alles liebt. Dass Susi aber für einen Abend samt des gutbürgerlichen Einfamilienhauses an Friedrichs Freund Max (Georg Tiedecken) ausgeliehen werden soll, will ihr nicht so richtig in den Kopf gehen. Zudem soll Susi in die Rolle von Maxens Ehefrau aus dem Elsass schlüpfen, obwohl sie kein einziges Wort Französisch spricht und Max gar nicht verheiratet ist. Das Publikum genoss das herrliche Durcheinander, das sich daraufhin vor seinen Augen abspielte, zu jeder Minute.

Max will beruflich Karriere machen und schwindelt seinem Chef (Detlef Durchdewald) vor, er sei mit einer Frau aus dem Elsass verheiratet, besitze ein Haus und lebe in geordneten Verhältnissen. Genau das sucht sein Vorgesetzter für den neuen Posten in Frankreich und will sich zusammen mit seiner Ehefrau (Manuela Mann) das private Umfeld von Max näher anschauen. Unglücklicherweise erscheint er einen Tag zu früh auf der Bildfläche, was im Hause Müller zu erheblichen Turbulenzen führt.

Für Regisseur Knut Michler war es bereits das 15. Mal, dass er sein Publikum mit humorvollen Theaterstücken begeisterte. Zusammen mit Souffleuse Jutta Gerland und Irmtraud Ihl in der Maske gelang es ihm wieder einmal mühelos, die richtigen Rahmenbedingungen für einen gelungenen Theaterabend zu setzen. Bekannte Gesichter - allen voran Detlef Durchdewald - lieferten eine erfrischend komische Vorstellung ab, und Manuela Mann, die erstmalig für die Rambelichter auf der Bühne agierte, stand dem in nichts nach. Alle sechs Mimen einschließlich der quirligen Anna (Nina Schmegel) wussten die Komik des Augenblicks zu nutzen, um die Lachmuskeln der Zuschauer zu strapazieren. Ob zornig oder verblüfft, ob staunend oder resolut - jeder Moment wurde mit so viel Spielfreude passend in Szene gesetzt, dass alle Freunde de volkstümlichen Theaters auf ihre Kosten kamen.

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