Eigener Sonnenstrom

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Rosbach (pm). In der jüngsten Parlamentssitzung haben die Stadtverordneten ein Förderprogramm zur Bezuschussung von Balkon-Fotovoltaikanlagen aufgelegt. Der Antrag dazu kam von der »Stimme«. Ab sofort können die Zuschüsse beantragt werden.

Das Förderprogramm wurde mit einem Budget in Höhe von 10 000 Euro ausgestattet. Die Stadt bezuschusst die Beschaffung von Balkon-Fotovoltaikanlagen auf Plug-In-Basis zur Erzeugung von Solarstrom im Stadtgebiet. Diese Anlagen, auch »Guerilla-PV« oder »Plug-and Play-Solar« genannt, haben einen Nennwert von maximal 600 Watt und ermöglichen dem Verbraucher, eigenen Solarstrom zu produzieren - und das ohne behördliche Genehmigung. Sie passen auf Balkon oder Terrasse und werden mit einem Steckersystem an den häuslichen Stromkreis angeschlossen.

Der Erwerb einer neuen Anlage wird pauschal mit 200 Euro unterstützt. So sollen bis zu 50 Anlagen gefördert werden. »Wir freuen uns, mit dem Förderprogramm das Thema ›Regenerative Energien‹ im Stadtgebiet gezielt zu unterstützen und mit unserem Zuschuss den Impuls zur Anschaffung von Anlagen geben zu können«, sagt Bürgermeister Steffen Maar.

Geeignet auch für Mieter

Die Richtlinie tritt am heutigen Samstag, 3. Juli, in Kraft und steht, wie auch das Antragsformular, auf der städtischen Homepage als Download bereit. Der Vorschlag entspricht auch dem städtischen Klimaschutzkonzept, nach dem die Förderung nachhaltiger Energieerzeugung für die Bevölkerung attraktiver gestaltet werden soll.

»Stimme«-Fraktionschef Dieter Kurth freut sich über das grüne Licht aus dem Parlamen. »Die Verbraucherzentralen empfehlen ausdrücklich diese Stecker-Solaranlagen, um die Energiewende in Bewegung zu halten. So können sich auch Mieterinnen und Mieter an der Energiewende beteiligen.« Die Anlagen hätten sich durchschnittlich nach sieben Jahren amortisiert, bei einer voraussichtlichen Lebensdauer von 20 Jahren.

Da im Magistrat keine Mehrheit für die Verwaltungsvorlage zustande gekommen sei, habe Bürgermeister Maar den Beschlussvorschlag kraft Amtes der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt, berichtet Kurth. Dafür sei ihm zu danken.

An einer Förderung Interessierte können sich an Jana Pitzek von der Finanzverwaltung der Stadt wenden; per E-Mail an pitzek@rosbach-hessen.de oder unter Telefon 0 60 03/8 22-1 85.

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