Ehemalige Kita als Mehrgenerationshaus?

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Rosbach(bf). In der Parlamentssitzung am Dienstagabend wollte die SPD den Magistrat auffordern, den Stadtverordneten Optionen für die künftige Verwendung der ehemaligen Kita "Brüder Grimm" aufzuzeigen. Dazu erklärte Bürgermeister Steffen Maar, dass die Verwaltung bereits mehrere Projektideen entwickelt und durchdacht habe. "Für mich hat die Idee, dass die Fläche und das Gebäude für einen gemeinnützigen Zweck erhalten bleiben, viele Vorteile. Der Verkauf an einen Investor und die Versieglung der Grünfläche ist für mich maximal die zweitbeste Idee", sagte Maar. Die Grünfläche mit dem Außengelände sollte erhalten bleiben. Für das Gebäude macht der Bürgermeister den Vorschlag, die Liegenschaft als Mehrgenerationshaus zu nutzen. "Hier könnten Räume für Senioren, Mütter und Kinder entstehen. Auch das Jugendzentrum könnte hier einen attraktiven Platz finden." Die Räumlichkeit in der Adolf-Reichwein-Halle, wo derzeit das JUZ beheimatet ist, könnte dann für ein Café oder eine Eisdiele genutzt werden, schlug Maar vor. Der Antrag wurde in die Ausschüsse verwiesen.

Wegen der Corona-Pandemie findet in diesem Jahr der traditionelle Weihnachtsumtrunk der Stadtverordnetenversammlung nicht statt. Stattdessen wurde den Gremienmitgliedern ein Gutschein von den örtlichen Gastronomen überreicht. "Dies ist gezielte Wirtschaftsförderung für unsere Gastronomiebetriebe", sagte Maar.

Einstimmig beschlossen wurde ein CDU-Antrag zur Anschaffung von Defibrillatoren zur Ausstattung städtischer Liegenschaften. Einzige Änderung: Beim Sportzentrum in Rodheim soll ein weiterer Defibrillator angeschafft werden. Hier war zunächst kein öffentlich zugänglicher Platz vorgesehen gewesen.

Die Vorlage zum Beitritt Rosbachs zur Tourismus-RegionWetterau wurde mehrheitlich angenommen. Es soll nun der Nutzen für die Stadt bewertet werden. Sollte sich in einem Jahr herausstellen, dass der Beitritt nichts bewirkt hat, kann die Stadt wieder austreten. Ein erstes Projekt gibt es bereits: So ist der Magistrat zurzeit auf der Suche nach einem oder mehreren Standorten für Wohnmobile. Es werden in Abstimmung mit der Tourismus-Region potenzielle Standorte überprüft. Auch Privatpersonen mit attraktiven Grundstücken oder Höfen wurden bereits kontaktiert.

Der Antrag der FWG, die Verwaltung möge ein verbessertes Parkplatzkonzept für den Rodheimer Friedhof entwickeln, wurde ebenso beschlossen wie der Antrag der "Stimme" zum Wassernotstand und zu einer Gefahrenabwehrverordnung.

In die Ausschüsse verwiesen wurden die SPD-Anträge zum Wohnbaugebiet in Rodheim und zu bezahlbarem Wohnraum sowie die Grünen-Initiative "Gemeinsam gärtnern auf kommunalen Flächen".

Der Magistrat teilte schriftlich mit, dass wegen Corona Wahllokale verlegt werden müssen, um mehr Platz zu haben. Ferner wurde mitgeteilt, dass zur Vorbereitung einer neuen Vereinsförderrichtlinie am 7. und 26. Oktober ein Workshop mit Vertretern der städtischen Gremien stattgefunden hatte. Die Ergebnisse werden nun von der Verwaltung in eine neue Richtlinie eingearbeitet. Ziel soll insbesondere sein, dass die Vereinsförderung für die Vereine vereinfacht (u. a. neue Online-Anträge) wird.

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