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Die Namen sind wieder lesbar

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Rosbach (pm). Die Namenstafel in der »Rentnerhütte« am Salzberg ist wieder in einen lesbaren Zustand gebracht worden. Das teilt Horst Pauly für den Rosbacher Heimatgeschichtsverein mit.

Ab 1978 war die Schutzhütte am Salzberg über einige Jahre regelmäßig Ziel einer Gruppe rüstiger Rentner - 17 Männer aus Ober-Rosbach und der Sohn eines Mitwanderers hatten sich immer an einem Donnerstagmittag mit Spazierstöcken bewaffnet auf den Weg gemacht. Im Ort hieß es bald: Der »Steckeclub« geht wieder zur »Rentnerhütte«. Die Namen der damaligen Mannschaft sind im Inneren der Hütte mit Geburtsdatum und Alter angegeben.

Heiko Blecher hatte Pauly gefragt, ob er die in die Jahre gekommene Tafel auf Vordermann bringen könnte. Der Vorstand des Heimatgeschichtsvereins sowie Revierförsterin Eva Maria Kirchler stimmten der Sache zu. Mit Jutta Köbel Käding und ihrem Vater Werner fand Pauly zwei Sponsoren.

Pauly geht in der Pressemitteilung auch auf die Herkunft des Namens »Salzberg« ein. So sei im 18. Jahrhundert das Holz von diesem Areal an die Saline nach Nauheim (heute Bad - Nauheim) geliefert worden. »Dafür erhielt Ober-Rosbach 6 Malter Salz.« Außerdem lieferte dieser Distrikt der Bevölkerung von Ober-Rosbach schon seit Jahrhunderten auch die Steine, die zum Bau vieler Gebäude dienten. So zum Beispiel für die Stadtmauer mit ihren Toren und Türmen, für den Wehrturm, die Kirche und die Fundamente der vielen Fachwerkhäuser. »All das war aus den harten Quarzitbruchsteinen des Salzberges.« Nach 1800 pflasterte man in Ober-Rosbach mit den Salzberg-Steinen die Straßen.

Erst 1988 stellte der Quarzitsteinbruch den Betrieb ein. »Die vom Pächter ursprünglich vorgesehenen Verfüllungspläne wurden vernünftigerweise aufgegeben und das ganze Gebiet der Natur überlassen«, berichtet Pauly. Das Areal biete heute einer erstaunlichen Vielfalt von Pflanzen und Tieren einen Platz zum Überleben. Die Steilhänge des oberen Steinbruchs wurden eingezäunt und zwei Aussichtspunkte angelegt. Bei schönem Wetter und guter Fernsicht können die Wanderer hinter der Skyline von Frankfurt bis zu den Höhen des Odenwaldes blicken.

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