Für die betroffenen Kinder und Betreuungspersonen der Kita "Am Kirschenberg" hat das Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne verhängt.
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Für die betroffenen Kinder und Betreuungspersonen der Kita "Am Kirschenberg" hat das Gesundheitsamt eine 14-tägige Quarantäne verhängt.

Corona Wetterau

Corona-Fall in Rosbacher Kita: Ergebnisse der Reihentest liegen vor

  • Anna-Luisa Hortien
    vonAnna-Luisa Hortien
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In Rosbach steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter an. Von den Neuinfektionen ist eine Familie mit Kita-Kind betroffen. Nun liegen die Testergebnisse vor.

Update, 10.06.2020, 17 Uhr: Alle Kinder sind negativ auf das Corona-Virus getestet worden, das teilte der Wetteraukreis mit. Eine Ansteckung von dem am vergangenen Wochenende positiv getesteten Kind liege nicht vor, dennoch blieben alle Kinder in ihre 14-tägigen Quarantäne, um sicher jegliche weitere Übertragung auszuschließen. 

Das Friedberger Gesundheitsamt stehe auch an Feiertagen und Wochenenden in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung und allen Infizierten sowie allen Personen, die sich in Quarantäne befinden, teilt die Pressestelle mit. Die Betroffenen würden sich an die Auflagen des Gesundheitsamtes halten. 

Die Kommune Rosbach, wo es 16 Neuinfektionen in den vergangenen acht Tagen gab, liegt mit insgesamt 50 nachgewiesenen Corona-Fällen nun an der Spitze im Wetteraukreis. Die Zahlen seien aber weiter zu niedrig, als dass das Gesundheitsamt Konsequenzen für die Lockerungsmaßnahmen ziehen müsste, sagte ein Sprecher.

Update, 10.06.2020, 14 Uhr: Nachdem am vergangenen Wochenende ein Kind aus einer Kita in Rosbach positiv auf das Corona Virus getestet worden ist, hat Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs am Dienstag (9. Juni) bei allen Kindern, die die Notbetreuung besuchen, und bei deren Erzieherinnen einen Abstrich vorgenommen. Die Ergebnisse werden noch für den heutigen Nachmittag erwartet, teilte der Wetteraukreis mit. 

Nach Eingang der Laborergebnisse würden zunächst die Eltern der Kinder und die Erzieherinnen informiert werden. Die Quarantäne für alle getesteten Personen bleibt für den Zeitraum von 14 Tagen weiter bestehen, um sicher zu gehen, dass keine Infektion stattgefunden hat.

Update, 08.06.2020, 16 Uhr: Am Sonntagabend ist bekannt geworden, was Bürgermeister Steffen Maar schon befürchtet hatte: Ein Kindergartenkind, das die Kita »Am Kirschenberg« in Ober-Rosbach besucht, hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Noch am selben Abend ging ein Informationsschreiben an die Eltern. Seit gestern sind Teile der Einrichtung geschlossen.

Zurzeit arbeite man daran, die Infektionsketten nachzuvollziehen. Im Fall der Rosbacher Familie schließt das Gesundheitsamt einen Zusammenhang mit den Infektionen nach einem Gottesdienst in Frankfurt aus. Unter den Neuinfizierten in Rosbach ist ein Kleinkind, das die U 3-Gruppe der Kita »Am Kirschenberg« in Ober-Rosbach besucht. 

Corona-Fall in Rosbacher Kita: Teile der Einrichtung sind geschlossen 

In der Kita sind laut Bürgermeister Maar insgesamt 14 Kinder und Betreuer betroffen. Für sie hat das Gesundheitsamt eine Quarantäne verhängt. Sie hat am Freitag begonnen und dauert 14 Tage. Die Eltern der potenziell betroffenen Kinder müssten zunächst nicht in Quarantäne. »Wir haben ihnen zur Vorsicht aber empfohlen, zu Hause zu bleiben«, sagt Bürgermeister Maar. Die entsprechenden Teile der Kita sind geschlossen. Im Laufe der Woche sollen die Kita-Kinder und Erzieherinnen, die mit dem infizierten Kind Kontakt hatten, getestet werden. 

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Solche Reihentests sind laut Wetteraukreis nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtend. Wie Bürgermeister Maar sagt, müsse man aber ein paar Tage abwarten, wegen der Inkubationszeit. Die Tests sollen alle zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort gemacht werden. Danach müssten gegebenenfalls weitere Maßnahmen getroffen werden, etwa wenn ein weiteres Kind positiv getestet werde. Dann müssten seine Kontaktpersonen ermittelt werden. Unabhängig vom Ergebnis gilt für Erzieherinnen und Kinder aber die 14-tägige Quarantäne. 

Corona-Fall in Rosbacher Kita: Kinder aus anderen Gruppen sollen in andere Einrichtungen 

Die Stadt Rosbach lag mit 46 Infizierten am Montag hinter Bad Vilbel auf Platz zwei bei der Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in der Wetterau. Das spürt auch die Verwaltung. »Wir bekommen vermehrt besorgte Anrufe«, sagt Maar. »Allerdings können wir nicht immer helfen. Für vieles ist das Gesundheitsamt Ansprechpartner.« Die Aktion »Rosbach hilft« laufe weiter. Kinder aus anderen Gruppen der Kita »Am Kirschenberg«, die wegen des Ausfalls der Erzieherinnen nicht betreut werden können, sollen in anderen Einrichtungen untergebracht werden. 

Die kürzlich in der Stadtverordnetenversammlung verabschiedete Regelung, dass die Kindergartenbeiträge für den Zeitraum, in dem die Kitas wegen der Corona-Pandemie geschlossen waren, erstattet werden, greife auch in diesem Fall. Für den Bürgermeister sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein Corona-Fall in einer städtischen Einrichtung auftrete. Er appelliert deshalb an alle Bürger, sich an die geltenden Ge- und Verbote zu halten. »Wir dürfen jetzt nicht sorglos werden. Das Risiko einer Ansteckung ist weiterhin hoch.«

Erstmeldung, 08.06.2020, 10 Uhr: In Rosbach sind seit Freitag (5. Juni) vier neue Fälle von Corona-Infektionen registriert worden. Stand heute (8. Juni) liegt die Zahl der bestätigten Fälle in der Stadt damit bei 46. Als genesen gelten dagegen lediglich acht Personen. Die meisten aktuell infizierten Wetterauer (38) leben demnach in Rosbach. Bereits vergangene Woche stieg die Zahl der Infizierten in Rosbach von Donnerstag auf Freitag um sechs Personen. 

Die Zahl der insgesamt nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen in der Wetterau  liegt am heutigen Montag bei 339. Das sind sieben Fälle mehr als vergangenen Freitag. Vier der sieben Neuinfektionen sind in der Rosbacher Familie aufgetreten, die restlichen drei in Bad Nauheim, Münzenberg und Niddatal.

Weitere Corona-Fälle in Rosbach: Familie mit Kleinkind betroffen 

Wie der Wetteraukreis am Montag mitteilte, sind die neuen Infektionen in Rosbach in einer Familie aufgetreten. Wie betont wird, allerdings unabhängig von der Infektionskette, die nach einem Gottesdienst in Frankfurt innerhalb einer Glaubensgemeinschaft entstand.

Wie Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs bestätigte, ist unter den Neuinfizierten auch ein Kleinkind, das die Kita "Am Kirschenberg" in Ober-Rosbach besucht. Über die Kita-Leitung seien alle Eltern der Kinder und die Erzieherinnen informiert worden. Für die Kinder und die Betreuungspersonen habe das Gesundheitsamt noch am Freitag eine 14-tägige Quarantäne verhängt. Alle weiteren Kontaktpersonen würden ab sofort angerufen und mit Quarantäneverfügungen versorgt. Für die nächsten Tage seien darüberhinaus Reihentest für alle Betroffenen geplant.

Weitere Corna-Fälle in Rosbach: Mit Geduld und Disziplin zweite Welle verhindern

Landrat Jan Weckler nahm die Neuinfektionen zum Anlass, noch einmal auf die Bedeutung der Schutzmaßnahmen hinzuweisen. Er geht davon aus, dass diese vorerst andauern werden: "Erst mit der Bereitstellung einer wirksamen Schutzimpfung können wir wieder in unseren normalen Alltag zurückkehren. Bis dahin brauchen wir Geduld und Disziplin, um das Entstehen einer zweiten Infektionswelle zu verhindern und unsere besonders gefährdeten Mitmenschen zu schützen.“

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