CDU: Entwicklung der Stadt drosseln

  • David Heßler
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Rosbach (hed/pm). Der Vorstoß der SPD, das Nieder-Rosbacher Baugebiet »Obergärten II« nun doch zeitnah und parallel zu einem Baugebiet in Rodheim zu entwickeln, um vor allem Einheimischen Grundstücke anbieten zu können, wird bei der CDU kritisch gesehen. Das kommunalpolitische Ziel der Partei sei vor allem die behutsame und nachhaltige Entwicklung Rosbachs, betont der Vorsitzende Jörg Egerter.

Das »sprunghafte Wachstum der Stadt« dürfe nicht weiter fortgeführt werden. Es gelte also zunächst, die »hinterherhinkende Infrastruktur« in Rosbach anzupassen, bevor man diese durch weitere Baugebiete weiter überlaste, sagt Egerter und nennt hier etwa den ÖPNV. Der Zubringer zur A 5 sei bereits jetzt regelmäßig überlastet. Ferner gelte es bei der Realisierung zweier neuer Baugebiete auch die Trinkwassergewinnung anzupassen, die Kläranlage zu erweitern, städtisches Personal zur Verwaltung und Instandhaltung einzustellen oder Ökopunkte zu erwerben. »Alles Kosten, die den ›Einnahmegewinn‹ weiterer Baugebiete gegen null sinken lassen«, wie der CDU-Fraktionschef sagt.

Bürgermeister Steffen Maar habe in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sehr deutlich gemacht, dass die Verwaltung, insbesondere das Baumanagement, personell nicht in der Lage sei, zwei Baugebiete parallel zu entwickeln.

Baugebiet Thema im Ausschuss

Egerter erinnert an den gemeinsamen Antrag von CDU, FWG, »Stimme« und den Grünen, ein Baugebiet in Rodheim gegenüber den »Obergärten II« zu priorisieren. Gegen diesen hätten selbst zwei SPD-Stadtverordnete nicht gestimmt; er sei mit großer Mehrheit verabschiedet worden. »Dass die SPD Rosbach nun den wiederholten Versuch unternimmt, doch noch die ›Obergärten II‹ zeitnah zu realisieren, macht einerseits deutlich, dass die Genossen offensichtlich Probleme damit haben, Mehrheitsentscheidungen der Stadtverordneten anzuerkennen, zeigt aber auch, dass sie im Grunde die Wachstumspolitik von Maars Vorgänger, den sie jahrelang unterstützt hatten, weiter fortführen wollen«, resümiert Egerter.

In der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag, 18. Februar, wird das Wohnbaugebiet in Rodheim Thema sein, ebenso die Kita, die dort entstehen soll. Ein SPD-Antrag fordert vom Magistrat Leitlinien für die Entwicklung künftiger Baugebiete.

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