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Ein »Chat« der besonderen Art: Michaela Bergmann und Kirsten Salein mit Marzena Kukla vom Dreiradzentrum Frankfurt auf dem Rikscha-Transportfahrrad.

»Bitte Platz nehmen!«

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Rosbach (pm). Wenn ab dem 22. Mai in Rosbach wieder Stadtradeln angesagt ist, wird auch »Chat« mit am Start sein. »›Chat‹ verbindet Orte und Menschen, Technik und Umwelt, es bietet eine klare Perspektive für eine gemeinsame Zukunft und nimmt zwischen dem 28. bis 30. Mai alle mit, die mitmöchten: Ältere und Jüngere, Alteingesessene und Zugezogene, Touristen, Hochzeitspaare«, schreiben die Grünen in einer Mitteilung.

Man müsse einfach nur kommen, barrierefrei einsteigen und es unverbindlich ausprobieren.

»Chat« ist ein Rikscha-Transportfahrrad mit elektronischer Tretunterstützung, das bis zu zwei Beifahrer/innen mitnehmen kann. Diese sitzen vorne nebeneinander auf dem Rad, in einem speziell entworfenen ergonomischen, gefederten und gepolsterten Sitz. Wer in die Pedale tritt, sitzt direkt dahinter, mit guter Sicht sowohl auf die Passagiere als auch auf die Straße.

Drei Tage lang werde das Rad im Rosbacher Stadtgebiet Interessierte spazieren fahren, die Lust auf einen kleinen Ausflug an der frischen Luft haben. Möglich wird die Aktion durch die Kooperation mit dem Dreiradzentrum Frankfurt, das sich bereit erklärt hat, das Rad für diese Zeit zur Verfügung zu stellen. »Wir sind begeistert von der Initiative, die die Rosbacher Grünen an uns herangetragen haben«, sagt Marzena Kukla vom Dreirad-Zentrum. »Solche Aktionen zeigen, was in so einem Rad steckt - für jeden Einzelnen, aber auch für eine Kommune und für unsere Gesellschaft.«

Integration und Vernetzung

Tatsächlich sei das, was alles in dem Fahrrad und in der Aktion stecke, ein weites Feld, so die Grünen. »Es geht natürlich um Klimaschutz, um Umwelt, um eine Verkehrswende, in der regionale Konzepte und Gentle Mobility eine zentrale Rolle spielen.« Es gehe darüber hinaus um die Steigerung der Lebensqualität durch saubere Luft, Lärmschutz und Staureduktion. Und: »Unsere Aktion mit dem Rikscha-Fahrrad integriert und vernetzt Mensch und Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Sie macht im Kleinen erlebbar, was Gemeinwohlökonomie sein kann«, fasst Kirsten Salein von den Rosbacher Grünen die vielfältigen Intentionen zusammen. So biete »Chat« zum Beispiel älteren oder in ihrer Fortbewegung beeinträchtigten Menschen die Gelegenheit, herauszukommen und mobil zu sein, es ermögliche Menschen miteinander unterwegs zu sein, die Umgebung zu erkunden, sie dabei schätzen zu lernen und zu genießen. Den Ideen seien keine Grenzen gesetzt: Alt mit Jung auf Erinnerungstour durch die Ortsteile, Hochzeitspaare werden zum Trauzimmer im Alten Rathaus in Ober-Rosbach geradelt, Touren entlang historischer und natürlicher Rosbacher Kostbarkeiten oder auch Fahrten zu Restaurants, Geschäften oder Orten des Alltags, die notwendig, wünschenswert, aber keineswegs für alle machbar seien.

Dafür müsse die Arbeit an der innerstädtischen und regionalen Infrastruktur vorangetrieben wird. Der Arbeitskreis radgerechtes Rosbach (AKRR) habe sich dieser Thematik angenommen. Als überparteiliches Gremium steht er der Stadt Rosbach beratend zur Seite, die in diesem und nächsten Jahr einen fünfstelligen Betrag in den Ausbau des Radwegenetzes investiert. Momentan ist Stadtradeln erstes Thema, schließlich hat der AKRR auch in diesem Jahr die Aktion initiiert. Während dieser Zeit wird es vielfältige Angebote geben, um Menschen fürs Radfahren zu begeistern.

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