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Frank Goldammer erzählt in seinem Roman von der Zeit in der DDR um 1950.

Bestseller-Autor liest in Rosbach

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Rosbach (pm). Bestseller-Autor Frank Goldammer wird am Donnerstag, 2. September, ab 19.30 Uhr auf der Open-Air-Bühne an der Wasserburg lesen. Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine Lesung in der Wasserburg mit großem Anklang veranstaltet und engagierte daher auch in diesem Jahr den Autor, der aus seinem aktuellen Kriminalroman »Verlorene Engel« um den Polizisten Max Heller liest.

Mit viel Humor, aber auch mit dem nötigen Ernst wird der Autor weiter von der Zeit in der DDR um 1950 berichten. In einem Interview wurde er einmal gefragt, was denn sein Interesse an der Zeit geweckt hat und dadurch die ganze Romanreihe entstand.

Seine Antwort war: »Mein Großonkel Werner, der nach 60 Jahren sein Schweigen über seine Kriegserlebnisse brach. Seine Schilderungen von Kindheit, Krieg, Verwundungen, Gefangenschaft und die Heimkehr 1947 haben mich tief bewegt. Ihn empörte damals, wie scheinbar gleichgültig die Dresdner für die Zerstörung der Stadt geworden waren. Sie hatten ganz andere Sorgen. Schon wenige Tage später war mein Großonkel selbst vom alltäglichen Überlebenskampf so vereinnahmt, dass auch er die Zerstörung kaum mehr wahrnahm. Diese Berichte lösten aus, dass ich mich wirklich intensiv mit der Geschichte Dresdens beschäftigte.«

Goldammer, der selbst in Dresden lebt, recherchiert von jeher akribisch für seine Romane und auch in seinem sechsten Roman »Verlorene Engel« erlebt die Romanfigur Heller alle Facetten der damaligen Zeit und die Zerrissenheit in der Bevölkerung. Heller sieht sich immer öfter gezwungen, nach den politischen Vorgaben seiner Vorgesetzten zu handeln, anstatt seiner wirklichen Polizeiarbeit nachzugehen. Es geht im Buch um Emanzipation, auch in der DDR. Heller hadert unter anderem mit veralteten Methoden und will niemanden wissentlich in Gefahr bringen.

Weitere Informationen gibt es online auf kultur-rosbach.de.

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