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Die Pläne zur Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes werden konkreter. Im Hintergrund des Fotos ist das Stanzel-Gebäude (Lkw-Wasch- und Tankanlage) zu sehen, das abgerissen werden soll, wenn die Stadt es gekauft hat.

Ober-Rosbach

Bahnhofsareal attraktiver gestalten

  • VonEdelgard Halaczinsky
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Das Bahnhofsareal in Ober-Rosbach soll neu gestaltet werden. Pläne dafür gibt es einige.

»Der Bahnhof dient als Eingangsportal für die Stadt und hat in dieser Hinsicht auch eine repräsentative Funktion, der er gerecht werden muss.« So steht es in einem Auszug aus dem Stadtentwicklungskonzept von Rosbach aus dem Sommer 2018. Zwar hat sich das Gebäude, das sich nach Ende der Nutzung durch die Deutsche Bahn in städtischem Besitz befindet, mit Einzug der Bücherei und durch die Durchführung kultureller Veranstaltungen den Namen als »Kulturbahnhof« redlich erarbeitet. Doch schon wenige Schritte weiter ist es mit Kultur und Repräsentation vorbei. Triste Schotterflächen entlang der Eisenbahnlinie dienen als Parkflächen für Park & Ride, und das gewerblich genutzte Areal der Lkw-Tank- und Waschanlage hinterlassen einen ebenso wenig einladenden Eindruck wie der holperige Straßenbelag.

Gewerbe im Erdgeschoss

Mit Aufstellung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet am Bahnhof«, 2. Änderung, bekommt das Strategiepapier der Stadtverordnetenversammlung für die künftige Entwicklung der Stadt jetzt zunehmend Form. Ziel ist es, »das Bahnhofsareal neben seiner Eigenschaft als Umsteigepunkt vor allem städtebaulich zu stärken und (neu) zu gestalten«.

Geplant ist die Ansiedlung von kleinteiligen, erdgeschossigen Gewerbeeinheiten sowie die Nutzung als Wohnraum. Parallel dazu soll die verkehrliche Situation am Bahnhof Rosbach für den Umstieg zwischen Bahn/Bus/Park-and-Ride und Fußgänger neu geordnet und attraktiver gestaltet werden.

Um ungewollten Veränderungen vor Beginn der Umgestaltung einen Riegel vorzuschieben und eventuelle Baumaßnahmen zu verhindern, die der langfristigen Planung der Stadt zuwiderlaufen, setzte das Stadtparlament zunächst eine Veränderungssperre in Kraft. Nun folgt eine Neuordnung der Grundstücke für den in Aufstellung befindliche Bebauungsplan »Bahnhof Ober-Rosbach«.

Wesentliche Grundlage ist die Übertragung der Lkw-Tank- und Waschanlage Stanzel bis Ende des Jahres an die Stadt. Der Wert der Immobilie mit einem Grundstück von 2681 Quadratmetern, für die sich bereits Bauträger interessieren, beträgt 770 250 Euro. Nach Umstrukturierung des Bahnhofsareals können Teile des Grundstücks für eine urbane Nutzung (Wohnen und Gewerbe) vermarktet werden. Weitere Teile müssen zur Anbindung des bestehenden Gewerbegebietes an den Bahnhof in Anspruch genommen werden.

Das Plangebiet umfasst zudem eine Teilfläche des Bahngeländes im Osten und das Anwesen Ottostraße 8 - 12 im Westen. Das Bahngelände wird in erster Linie für die Errichtung der Zufahrtsstraße zum Bahnhof und für Parkplätze benötigt. Auf dem Grundstück Ottostraße 8 - 10 befand sich für eine begrenzte Zeit eine städtische Unterkunft für Geflüchtete. Der Kreis hat gegenüber dem Grundstückseigentümer Interesse daran signalisiert, das Gebäude langfristig als Wohnraum für anerkannte Asylbewerber anzumieten. Für die Errichtung der dazu notwendigen Lärmschutzeinrichtungen gibt es inzwischen grünes Licht.

Im Zuge des weiteren Verfahrens ist vorgesehen, einen Gestaltungsplan zu entwickeln und die Vorgaben der Stadt zur Umsetzung des Stadtentwicklungsplans vom Juni 2018 abzuarbeiten.

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