Im Sommer ist die Kita an der Brüder-Grimm-Straße geschlossen worden. Über die Zukunft der Einrichtung wird es demnächst im Haupt- und Finanzausschuss gehen. FOTO: LH
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Im Sommer ist die Kita an der Brüder-Grimm-Straße geschlossen worden. Über die Zukunft der Einrichtung wird es demnächst im Haupt- und Finanzausschuss gehen. FOTO: LH

Im Ausschuss geht’s weiter

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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Rosbach(dab/pm). Nachdem der Kindertagesstätten-Bedarfsplan jüngst im Ausschuss behandelt worden war, stand das Thema Betreuung nun auch am Dienstag auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Zentraler Punkt war dabei die Zukunft der Kita Brüder Grimm - und das Ende der Kita Am Kirschenberg. Dazu brachten die Fraktionen verschiedene Anträge ein, die als Nächstes im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden.

U3-Plätze knapp

Zunächst teilte Bürgermeister Steffen Maar mit, dass in der Mitte August eröffneten Kita Sang ein Großteil der Kinder aus der Kita Brüder Grimm betreut werden. Auch einige Fachkräfte seien in die Einrichtung gewechselt, deren Träger der Verein VzF Taunus ist. Um über die weitere Verwendung der Kita Brüder Grimm zu entscheiden, hatte der Magistrat in einer Mitteilungsvorlage zahlreiche Informationen zusammengestellt. Darin waren die Ergebnisse der Bodenuntersuchung ebenso dargestellt wie verschiedene Szenarien zur Sanierung bzw. Neubau auf der Fläche der bis zum Sommer genutzten Kita Brüder Grimm inklusive Kostenschätzung. Laut Kindertagesstätten-Bedarfsplan kann die Nachfrage bei der U3-Betreuung spätestens mit Schließung der Kita Am Kirschenberg nicht mehr gedeckt werden. Es bestehe Handlungsbedarf.

Auch die Fraktionen hatten sich im Vorfeld mit dem Thema Kinderbetreuung beschäftigt. Die "Stimme" beantragte, als Ersatz für die aufzugebende Kita Kirschenberg einen geeigneten Standort für eine neue Kita im zu erschließenden Baugebiet "Obergärten II" festzulegen und hierfür Baurecht zu schaffen. Die Fraktion schlug ebenfalls vor, für den Betrieb dieser Kita einen freien Träger - vorzugsweise "Terminal for Kids" - zu beauftragen ist. "Terminal for Kids" ist eine gemeinnützige Tochter der "Medical Airport Service GmbH", die unter anderem bilinguale Pädagogik anbietet.

Die CDU stellte einen Änderungsantrag und sprach sich für einen Kita-Standort am Ort der bestehenden Kita Brüder Grimm aus. Dazu sollten der Abriss des Bestandsgebäudes und der Bau einer modernen, eingeschossigen Kita mit drei Gruppen erfolgen. Gleichzeitig soll die Planung einer neuen Kita im Baugebiet "Obergärten II" zunächst in ein städtebauliches Entwicklungskonzept für dieses Baugebiet integriert werden. Die CDU erläuterte, dass es an keinem anderen Standort als in der Brüder-Grimm-Straße möglich sei, eine Kita bis zum Jahr 2024 (Ende Mietvertrag Kita Kirschenberg) zu errichten.

Der FDP-Antrag ähnelte dem der "Stimme", wonach nach einem geeigneten Standort als Ersatz für die Kita Kirschenberg gesucht werden soll. Ergänzt wurde der Antrag dadurch, dass noch in dieser Wahlperiode eine Grundsatzentscheidung getroffen werden solle, wo in Rodheim eine Kita entstehen soll. Hierfür solle der Magistrat eine Vergleichsplanung der bestehenden Flächen ausarbeiten.

Alle drei Anträge wurden einstimmig in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen.

Für Sondersitzung

"Wir haben als Verwaltung für die Beschlussfassung viel Vorarbeit geleistet", betonte Bürgermeister Maar und verwies auf den Kindertagesstätten-Bedarfsplan und Kostenschätzungen für verschiedene bauliche Varianten. "Uns ist es wichtig, dass die Stadt Rosbach eine moderne Kinderbetreuung anbietet. Jedes Kind soll einen Kita-Platz bekommen. Eine Warteliste, wie es sie in anderen Kommunen gibt, wollen wir vermeiden. Jetzt geht es um die Standortfrage. Damit wir hierzu schnell eine Entscheidung treffen können, werden wir eine Sondersitzung des Ausschusses vorschlagen."

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