Umweltsünder

Asbestplatten im Wald bei Rodheim entsorgt

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Unbekannte haben krebserregende Asbestplatten im Wald bei Rodheim "entsorgt". Eduard Keller hat sie Ende 2018 entdeckt und den Fall der Polizei gemeldet. Getan hat sich bis heute aber nichts.

Asbest gilt als krebserregend; der Einsatz ist seit fast drei Jahrzehnte verboten. In vielen Dächern und Wänden ist er aber noch vorhanden. Und weil nach einer Sanierung die Entsorgung kostspielig ist, landen asbesthaltige Platten gerne mal in Feld, Wald und Flur. Aber werden die Müllsünder erwischt, wird es so richtig teuer. Eine saftige Rechnung blüht auch dem Umweltsünder, der sieben große Pakete mit Asbestplatten im Wald bei Rodheim, in der Nähe des Lohgrabens "entsorgt" hat.

Gefahr für spielende Kinder

Bereits Ende 2018 hatte Eduard Keller die illegale Müllablagerung bei einem Spaziergang entdeckt und der Polizei gemeldet. "Getan hat sich aber nichts", ärgert sich der Rodheimer. Er habe die Gefahrenstelle dieser Tage nochmals der Stadt gemeldet. "Da in diesem Wald auch oft Kindergarten-Gruppen wandern oder Kinder im Lilienwald spielen." Die Plastikbeutel seien mittlerweile aufgerissen, das Asbest liege frei im Wald. "Muss das sein?", fragt sich der WZ-Leser. Und hat eine Lösung parat: "Man sollte erst die Rechnung bezahlen müssen, wenn der Nachweis einer einwandfreien Entsorgung erbracht wurde."

Wie die Polizei der WZ mittlerweile bestätigte, habe man den Fall bereits vor längerer Zeit der Stadt gemeldet. Die Schutzfrau vor Ort, Katrin Gawenda, werde sich der Sache aber nochmal annehmen.

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