Länger als geplant klafft die Lücke in der verlängerten Alexander-Weitzel-Straße.
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Länger als geplant klafft die Lücke in der verlängerten Alexander-Weitzel-Straße.

Wetterbrücke nicht vor März fertig

Rockenberg (en). »Massiven Pfusch oder sogar Betrug« werfen die Inhaber der Naturstein + Sand UG der Firma vor, die in den frühen 80er Jahren die Wetterbrücke in der Verlängerung der Alexander-Weitzel-Straße gebaut hatte.

Die Firma, die ab dem nächsten Jahr in Rockenberg wieder Sand abbauen will, lässt die Brücke zur Zeit auf ihre Kosten sanieren, die ursprünglich angepeilte Fertigstellung direkt vor Weihnachten wird nicht mehr zu schaffen sein. Die Rede ist jetzt von März.

Nach dem Abriss der alten Brückenplatte habe sich herausgestellt – so die neuen Eigentümer der Sandgrube Holger Berger und Markus Kissel –, dass der Sanierungsaufwand erheblich höher sei als geplant. Schuld daran sei ein »dilettantisch betriebener Verbundbau«.

Laut Vorschrift müssten die Widerlager mit Stahlarmierungen mit den Flügelwänden fest verbunden sein. Die Flügelwände müssten zudem auf einem eigenen Betonfundament aufliegen und dann ihrerseits mit Stahl mit dem Fundament verbunden werden. Ordnungsgemäße Flügelwände fingen einen wesentlichen Teil der Belastung beim Übergang von der Brücke zur Straße ab. Die Bauvorschrift habe damals schon existiert, die Baufirma habe jedoch in den späten 90er Jahren Insolvenz angemeldet und sei nicht mehr haftbar zu machen.

»Nach Auskunft unseres Gutachters ist es bislang nur Glück gewesen, dass die Brücke bis heute nicht eingestürzt ist«, zitiert Markus Kissel das beauftragte Ingenieurbüro aus Ober-Mörlen.

Die Fertigstellung verzögert sich nunmehr auf Anfang März – wenn die Witterung einen zügigen Weiterbau zulasse. Die Mehrkosten übernehmen die neuen Besitzer der Sandgrube.

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