sda_Pfarrer_Hinke_1_3006_4c
+
»Ich will mich mit ganzer Kraft den Aufgaben stellen, die auf mich zukommen«, sagt Pfarrer Christoph Hinke. Die nächste Aufgabe ist die Leitung der Pfarrgruppe Rockenberg.

Von der Behörde ins Priesterseminar

Rockenberg (mez). Am Sonntag, 29. August, wird in einem Gottesdienst in der St.-Gallus-Kirche Pfarrer Christoph Hinke als neuer Pfarradministrator der Pfarrgruppe Rockenberg eingeführt. Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Gewiss werden neben den Rockenberger Gemeindemitgliedern auch viele aus den Pfarreien St. Laurentius (Oppershofen), St.

Nikolaus (Münzenberg) und Mariä Himmelfahrt (Gambach) teilnehmen, die gemeinsam die Pfarrgruppe bilden. »Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Pfarrer Hinke und erhoffen von ihm gute Begleitung auf dem Pastoralen Weg, an dessen Gestaltung wir jetzt schon arbeiten«, sagt Heike Mühlenbruch, Vorsitzende des Gesamtpfarrgemeinderates (GPGR) der Pfarrgruppe Rockenberg.

Arbeit in der Kreisverwaltung

Christoph Hinke, 1980 geboren, ist in Bleichenbach und Hirzenhain aufgewachsen. Er entschied sich nach dem Besuch der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung für die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und war drei Jahre bei der Ausländerbehörde des Wetteraukreises tätig. 2005 wagte er, seinen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst aufzugeben und begann die Priesterausbildung im Überdiözesanen Seminar St. Lambert auf Burg Lantershofen.

In der Kirchengeschichte fand Hinke während des Studiums Persönlichkeiten, die ihm in seiner eigenen Standortbestimmung weiterhalfen: Bonifatius als Missionar der Heimatregion, John Henry Newman als einer der Impulsgeber der kirchlichen Aufbruchsbewegung des 19. Jahrhunderts und Jean Baptiste Vianney, Pfarrer von Ars, der durch ein asketisches Leben und große seelsorgerliche Gaben seine gleichgültige Gemeinde wieder zum Glauben führte.

2012 wurde Christoph Hinke im Mainzer Dom zum Priester geweiht. Zehn Monate Diakonat in Mainz-Finthen waren vorausgegangen, die Zeit als Kaplan in Worms und Neu-Isenburg folgte. 2016 kam Hinke als Pfarradministrator in die Herz-Jesu-Gemeinde Schotten. Seit August 2020 war er mit der zusätzlichen Pfarradministrator-Stelle an den katholischen Kirchengemeinden Gedern und Wenings betraut. Damit war er für einen Pfarrverbund mit katholischen Gemeindegliedern in insgesamt 34 Orten zuständig.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Herz Jesu, Udo Kunert, meint: »Wir bedauern die Versetzung von Pfarrer Hinke« und nennt Gründe dafür: Dem Theologen sei es wichtig gewesen, durch ein vielseitiges Gemeindeleben Impulse gegen die »Gleichgültigkeit im Glauben« zu setzen, etwa durch die ökumenische Bibelwoche, das Angebot von Glaubenskursen. Besonders viel habe ihm die Liturgie, die Messfeier mit dem Erleben der Gegenwart Christi im Sakrament bedeutet. Er habe bewährte Arbeitsformen seines Vorgängers, Pfarrer Richard, entwickelt und dabei gut mit Gemeindegliedern zusammengearbeitet.

Schwerpunkte gesetzt

So in der Jugendarbeit mit den Bibelcamps und den Messdienerfreizeiten, in der Seelsorge insbesondere bei der Betreuung der Altenheime und der Kranken in der Gemeinde. Der Schwerpunkt Erwachsenenbildung sei mit mehreren Angeboten fortgesetzt worden.

Pfarrer Hinke selbst sagt: »Ich habe mich grundsätzlich sehr bemüht, beide Gemeinden möglichst gerecht zu versorgen.« So wurde auch die Gelöbnis-Wallfahrt, eine Tradition in der Gemeinde, weitergeführt. Zum 75. Jahrestag der Gelöbnis-Wallfahrt brachte die Gemeinde einen von Pfarrer Hinke gestalteten Kirchenführer heraus.

Auch dem Pfarrer fällt der Abschied von der bisherigen Kirchengemeinde nicht leicht. Aber: »Ich will mich mit ganzer Kraft den Aufgaben stellen, die auf mich zukommen«, sagt er und fügt hinzu: »Ich leiste dem Bischof den Gehorsam, den ich versprochen habe.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare