Sprachbarriere führt zu Problemen

  • schließen

Die FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Jörg-Uwe Hahn und Dr. Frank Blechschmidt haben die Justizvollzugsanstalt für Jugendliche in Rockenberg besucht. Anstaltsleiter Klaus Ernst empfing die Freien Demokraten gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Volker Fleck und dem Sozialdienstkoordinator Mario Watz. Im Gespräch erkundigten sich die Landtagsabgeordneten nach der Gefangenenstruktur, dem pädagogischen Angebot und dem baulichen Zustand der JVA. "Die Klientel hat sich in den vergangenen fünf Jahren stark verändert", fasste Ernst zusammen. Zwar säßen heute weniger Jugendliche ein als früher: Von 190 Plätzen in der JVA seien nur 130 belegt. "Diejenigen, die hier sind, benötigen aber mehr Aufmerksamkeit", sagte der Psychologe.

Die FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Jörg-Uwe Hahn und Dr. Frank Blechschmidt haben die Justizvollzugsanstalt für Jugendliche in Rockenberg besucht. Anstaltsleiter Klaus Ernst empfing die Freien Demokraten gemeinsam mit seinem Stellvertreter Dr. Volker Fleck und dem Sozialdienstkoordinator Mario Watz. Im Gespräch erkundigten sich die Landtagsabgeordneten nach der Gefangenenstruktur, dem pädagogischen Angebot und dem baulichen Zustand der JVA. "Die Klientel hat sich in den vergangenen fünf Jahren stark verändert", fasste Ernst zusammen. Zwar säßen heute weniger Jugendliche ein als früher: Von 190 Plätzen in der JVA seien nur 130 belegt. "Diejenigen, die hier sind, benötigen aber mehr Aufmerksamkeit", sagte der Psychologe.

Mit 160 Bediensteten in Rockenberg erarbeite man für jeden Strafgefangenen einen individuellen Förderplan. Zum Angebot außerhalb der Einschlusszeiten gehören laut Ernst unter anderem Sprachkurse, handwerkliche Ausbildungsgänge und sportliche Aktivitäten. Der Sozialisierungsfortschritt der 14- bis 19-Jährigen verlaufe dabei nicht immer positiv linear: "Bei einer durchschnittlichen Verweildauer von knapp 15 Monaten gestaltet es sich bisweilen herausfordernd, die gesetzten Ziele umfassend zu erreichen." Problematisch sei die bei vielen Insassen vorliegende Sprachbarriere.

Gewaltsame Auseinandersetzungen kämen jedoch kaum vor. "Das liegt zum einen am regulären täglichen Programm, in das die Gefangenen von morgens bis abends eingebunden sind", erläuterte der Anstaltsleiter.

Daneben fahre man eine Nulltoleranzstrategie gegenüber aggressivem Verhalten. "Selbst jede Beleidigung bringen wir zur Anzeige", führte Ernst fort. Weil bei solchen Vergehen neben Disziplinarsanktionen auch von den Tagessätzen abzuziehende Geldstrafen drohen, zeige diese Praxis Wirkung.

Die Politiker zogen ein anerkennendes Fazit. Hahn: "Die Arbeit im Strafvollzug ist nicht einfach, aber wichtig. Sie erfordert ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein." Ernst und die Justizvollzugsbeamten kämen ihren Aufgaben gewissenhaft nach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare