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Seniorenheim am »Burgweg«?

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Das Areal zwischen Rockenberg und Oppershofen, das Gelände rund um den »Burgweg«, soll erschlossen werden. Seniorengerechtes Wohnen steht zum Beispiel zur Diskussion. Nur gehen die Meinungen darüber auseinander.
Das Areal zwischen Rockenberg und Oppershofen, das Gelände rund um den »Burgweg«, soll erschlossen werden. Seniorengerechtes Wohnen steht zum Beispiel zur Diskussion. Nur gehen die Meinungen darüber auseinander. © Sabrina Dämon

Rockenberg (sda). Es geht voran bei der Planung rund um die Entwicklung der Gemeinbedarfsfläche »Burgweg«. Nur wohin es genau geht, darin sind sich die Politiker der Gemeinde nicht ganz einig. Worin sie jedoch einer Meinung sind: Rockenberg braucht ein Seniorenheim.

Im vergangenen Jahr haben die Gemeindevertreter einen Aufstellungsbeschluss gefasst: Das heißt, dass für das 6,3 Hektar große Areal zwischen den beiden Ortsteilen ein Bebauungsplan aufgestellt werden kann. Wie dieser Plan aussehen könnte, zeigte Paul Michael Lösse am Montag im Haupt- und Finanzausschuss. Der Stadtplaner war vom Gemeindevorstand damit beauftragt worden, einen Entwurf für mögliche Nutzungen für das Gebiet zu erarbeiten. Ergebnisse aus seiner Arbeit stellte er nun vor. Darin enthalten sind bereits erarbeitete Konzeptideen, etwa die vom Arbeitskreis »Burgweg«. So besteht u. a. seit Längerem der Wunsch nach einem gemeinsamen Feuerwehrgebäude auf dem Areal oder nach einem Seniorenheim. Auch über ein Ärztehaus ist gesprochen worden.

Lösses Planungsvarianten greifen diese Ideen und Wünsche auf, allerdings immer nur als Möglichkeiten. Bis entschieden wird, was genau auf dem Areal entsteht, wird noch einige Zeit vergehen.

Mit der Beschlussfassung der Ausschussmitglieder ist die Planung nun jedoch einen Schritt weiter: Der Beschluss sieht vor, dass Planer und Gemeindevorstand nun einen Entwurf für einen Bebauungsplan aufstellen und die Träger öffentlicher Belange (etwa Naturschutz- oder Verkehrsbehörden) einbeziehen. Zudem sollen die Kosten für die Erschließung ermittelt werden. Dazu werde beispielsweise ein Ingenieurbüro für Tiefbau mit einbezogen, das Kosten für Kanal- und Straßenbauarbeiten ermittelt. Was letztlich auf der Fläche »Burgweg« entstehen soll, wird mit dem Bebauungsplan allerdings noch nicht festgelegt. Denn, dafür plädierte der Planer, zu enge Vorgaben seien abschreckend für potenzielle Investoren. Und die, so das zweite Argument von Lösse, seien unverzichtbar für das Projekt: Denn nur mit einer Mischung aus öffentlicher Hand und Privatinteressen sei das Vorhaben seiner Einschätzung und Erfahrung nach zu stemmen. Auf der privaten Seite steht zum Beispiel ein Seniorenheim, das, wie alle Politiker finden, in Rockenberg gebraucht wird. Denn was Betreuungsplätze für Senioren angeht, habe die Gemeinde eine »gravierende Schwachstelle«, sagte Berthold Wild (CDU).

Diskussionen gibt es allerdings über die Frage nach dem Wo. Während CDU und Dorfpartei die Erschließung befürworten, stehen SPD und Grüne dem Projekt kritisch gegenüber. Als Argumente führt SPD-Fraktionsvorsitzender Tobias Gniza etwa die Kosten an.

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