"Jona und der Walfisch": Das Ergebnis des Puzzles wird für alle Kinder aus Oppershofen an der Kita ausgehängt.	FOTO: PM
+
»Jona und der Walfisch«: Das Ergebnis des Puzzles wird für alle Kinder aus Oppershofen an der Kita ausgehängt. FOTO: PM

Schwieriger Spagat im Kita-Alltag

  • vonRedaktion
    schließen

Rockenberg (pm). Kinderbetreuung in Corona-Zeiten, das fordert viel von Erzieherinnen, Eltern und den Kindern. Es sei ein Spagat zwischen Kita-Alltag und den zu Hause Geblieben, berichtet zum Beispiel die katholische Kindertagesstätte St. Laurentius in Oppershofen. Denn weiterhin sie die Anzahl der Betreuten in den Einrichtungen reduziert.

»Was können wir Erzieher tun, wenn weiter empfohlen wird, die Kinder zu Hause zu lassen? Wie behalten wir mit den Kindern den Kontakt und den Bezug zur Kita?«, fragt Leiterin Nancy Parlow. »Zeitgleich müssen wir auch weiterhin für die anderen Kinder da sein, die vor Ort in der Betreuung sind? Wie vermitteln wir die pädagogischen Inhalte, die in der Kita laufen, zu den Kindern nach Hause? Was können wir tun um auch den Eltern in verschiedenen Situationen zu unterstützen?«, seien weitere Fragen, die sich die Erzieherinnen stellen müssten. Denn: Mit einfachen Ausmal- und Bastelaufgaben wollen sie sich nicht zufriedengeben.

So entstanden aus der Kita persönliche Kontakte und Ideen - beispielsweise eine Schnitzeljagd durch Oppershofen, beginnend und endend an der Kindertagesstätte, mit dem Ergebnis eines Puzzles zur Geschichte »Jona und der Walfisch«. Das Ergebnis des Puzzles werde für alle Kinder aus Oppershofen an der Kita ausgehängt.

Auch die Vorschulkinder könnten sich mit Online-Videos der Erzieher und Aufgaben vom »Zahlenland« noch am gleichen Tag mit dem Lernstoff auseinandersetzen wie ihre Altersgenossen in der Tagesstätte, berichtet Parlow. Online könnten sich die Kinder mit den Eltern die Aktionen anschauen und wenn gewünscht herunterladen und ausdrucken.

»Rückmeldungen der Eltern durch den telefonischen Kontakt sehen wir als selbstverständlich an«, so die Leiterin. Hier würden Fragen der Eltern beantwortet oder auch Erziehungstipps und Hilfen für den Alltag weitergegeben. Die Eltern seien sehr dankbar für diese intensiven Telefonate.

Nicht anders als bei der Corona-Schließung im Frühjahr 2020, oder doch? »Es ist anders! Wir merken, dass die Eltern ungeduldiger werden und die Luft raus ist«, stellt Parlow fest. Gerade jetzt im Winter, wo es weniger Möglichkeiten gebe, den Tag mit den Kindern im eigenen Garten zu verbringen oder bei milden Temperaturen lange draußen zu bleiben, sei dies eine schwierige Situation. »Es war im Frühjahr für die Eltern und Kinder besser auszuhalten.«

Eltern befolgen Empfehlungen

Trotz Sorge um ihre Kinder mit dem Verlust der sozialen Kontakte, gehen viele Eltern den Empfehlungen des Landes nach und lassen den Nachwuchs zu Hause. Sie arrangieren und organisieren sich anders. »Wir haben Verständnis für alle Eltern und sind dankbar dafür, dass sich viele an die Empfehlungen halten«, erklärt die Kita-Leiterin. Man wisse jedoch auch, welche Anforderungen in Homeoffice, Homeschooling und Kinderbetreuung stecke.

»Gerade aus diesem Grund ist es für uns wichtig, dass die Kinder, die zu Hause bleiben, weiterhin den Bezug zur Kita behalten und die Hilfestellung zu den Eltern gegeben ist«, meint Parlow. Und ist optimistisch: »Wir müssen nur noch ein bisschen Geduld aufbringen, dann haben wir alle die letzte Hürde geschafft.«

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare