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Noch ist nichts zu sehen, doch schon in wenigen Jahren sollen hier am Burgweg zahlreiche Gebäude stehen - ein Feuerwehrhaus der beiden Ortsteilwehren zum Beispiel. Und eine Grundschule.

Burgweg Rockenberg

Schule, Seniorenheim, Feuerwehr

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Wie steht es um die Erschließung des Burgwegs? Seit Jahren schon wird über die Gemeindebedarfsfläche zwischen Rockenberg und Oppershofen gesprochen, mit der Zeit sind die Pläne immer konkreter geworden.

Vergangenes Jahr im September stellte Stadtplaner Paul Lösse aus Berlin dann auf einer Bürgerversammlung Pläne vor. Fast ein Jahr ist seither vergangen. Kürzlich gab Bürgermeister Manfred Wetz im Haupt- und Finanzausschuss Informationen zum Sachstand.

Die Pläne:Rockenberg und Oppershofen sollen räumlich zusammenwachsen. Die Fläche zwischen den beiden Ortsteilen, der sogenannte Burgweg, soll erschlossen werden. Entstehen wird eine Fläche mit Gebäuden für die Allgemeinheit. So sollen die beiden Ortsteilfeuerwehren zusammengelegt werden und ihr neues Gerätehaus am Burgweg bekommen. Die Planung ist so weit fortgeschritten, dass laut Bürgermeister mit der Ausschreibung begonnen werden kann. Der hessische Innenminister wird diesen Monat den Förderbescheid des Landes übergeben.

Der Wetteraukreis wird zudem eine Grundschule auf die Fläche bauen. Was den Supermarkt angeht, ist nach wie vor vorgesehen, dass Edeka, der derzeit noch auf der anderen Seite der Landstraße ist, sein eigenes Gebäude auf den Burgweg bauen wird (die bisherige Marktfläche ist nur gepachtet). Hierzu laufen laut Bürgermeister Gespräche. Zudem soll auf der Fläche ein Seniorendorf entstehen, wie es in den Planungen genannt wird, das 80 Betten haben soll. Was ein Ärztehaus angeht, gebe es laut Bürgermeister Wetz Planungen eines Investors, die aber noch konkretisiert werden müssten.

Der Zeitplan:Wie die Gemeindevertreter mehrheitlich beschlossen haben, soll das Gebiet durch einen Kreisel an die Landstraße angebunden werden. "Das ist in unseren Augen unbedingt notwendig", sagt der Fraktionsvorsitzende der Dorfpartei, Günter Behr. Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Bernhard Widmuch, sagt auch: "Wir planen nicht nur für die nächsten Jahre, sondern wir gehen davon aus, dass der Kreisel auch in den nächsten Jahrzehnten Bestand haben wird."

Ein Kreisel war in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen und führt, wie Wetz sagt, nun zu einer zeitlichen Verzögerung. Stattdessen wurde anfangs mit Abbiegespuren und einer Ampel geplant.

Eigentlich war vorgesehen, dass die Bebauungspläne spätestens im Sommer 2020 rechtsgültig sind, sagt der Bürgermeister. Wie lange es nun dauern wird, sei noch nicht abzusehen. Denn: Die Planung müsse bezüglich der Verkehrsanbindung überarbeitet werden und dann in der neuen Version mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Wetteraukreis bezüglich der Schulwegsicherheit abgestimmt werden.

In der SPD-Fraktion hat man sich gegen den Kreisel ausgesprochen. Aus zwei Gründen, wie Fraktionsvorsitzender Tobias Gniza sagt: Weil sich das Projekt Burgweg dadurch weiter verzögere, und weil die Kosten für den Kreisel höher seien. "Wir halten einen Kreisel dort ohnehin für unnötig."

Die archäologischen Grabungen auf dem Burgweg-Areal sollen noch in diesem Monat beginnen und bis Frühling 2020 abgeschlossen sein.

Die Diskussion:Die Meinungen zur Erschließung im Gemeindeparlament waren von Anfang an geteilt. CDU und Dorfpartei sprachen sich stets für die Erschließung aus. Behr von der Dorfpartei spricht von einer "zukunftsorientierten Planung, die sinnvoll für unsere Gemeinde ist". Vonseiten der SPD sei man anfangs gespalten gewesen, halte die Erschließung aber nun, nach einer Abwägung, für sinnvoll, gerade wegen des Schulbaus, sagt Tobias Gniza. Wie Achim Mosch, Grünen-Fraktionsvorsitzender, sagt, lehnen die Grünen das Projekt Burgweg grundsätzlich wegen des Flächenverbrauchs ab.

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