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Schöner und größer

  • vonBernd Burkard
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Rockenberg(bu). Der An- und Ausbau der Kita Felsenstein ist fertig. Zu diesem Anlass begrüßte Bürgermeister Manfred Wetz am Samstag einige Gäste zum Tag der offenen Tür.

Der Kindergarten der Gemeinde Rockenberg wurde 1958 eröffnet - übrigens das letzte Kindergartenjahr von Wetz. Durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem zweiten Lebensjahr, die geburtenstarken Jahrgänge und die Schaffung der Neubaugebiete sind die Kinderzahlen gestiegen. Eine erneute Erweiterung der Kita wurde deswegen erforderlich.

Mit den Arbeiten wurde Ende Januar 2019 begonnen, vergangenen Juni wurden sie abgeschlossen. Noch zu erledigen sind die Pflanzarbeiten im Außenbereich, das Stellen eines Zaunes in der Brechhausstraße und die Dachsanierung in der Hofhalle. Bei Arbeiten am Bestandsgebäude habe es aber auch Unvorhegesehenes gegeben (so musste etwa neuer Estrich in Räumen verlegt werden, in denen es eigentlich nicht geplant war). Durch die Zusammenarbeit zwischen Bauamtsleiter Michael Witzenberger, der Kita-Leitung Chrstine Kling, dem Baustellenleiter Matthias Merz und den Firmen konnten diese Probleme aber gelöst werden.

Helle und funktionale Räume

Durch den Umbau kam es unvermeidlich zu Einschränkungen im laufenden Betrieb und auch zu Belästigungen durch Staub und Lärm. Dies war für die Kinder und das Kita-Team eine schwierige und anstrengende Zeit. Für die Geduld und das Improvisationsvermögen während dieser Zeit dankte Wetz den Erzieherinnen und Kindern sowie den Eltern und dem Elternbeirat für ihr Verständnis.

Corona hat auch in der Kita fast alles verändert. Die Einrichtung musste vom 16. März bis zum 1. Juni geschlossen werden. Während dieser Zeit gab es eine Notgruppe. Anfang Juni begann der "eingeschränkte Regelbetrieb", und seit dem 6. Juli ist die Kita wieder im Regelbetrieb geöffnet. Für die Monate April und Mai wurden keine Betreuungsgebühren erhoben, dies gilt auch für die Notbetreuung.

Im laufenden Jahr ist für die Betreuung der Kinder in den beiden Kitas der Gemeinde ein Defizit von rund 1,143 Millionen Euro eingeplant (rund 330 Euro/Einwohner). Durch die Gebührenausfälle dürfte dieses Defizit vermutlich größer ausfallen. Die Gemeindevertretung wird Ende des Jahres zu entscheiden haben, ob die Gebühren angehoben werden müssen (Ziel ist, 25 Prozent der Aufwendungen durch Elternbeiträge zu decken - einschließlich der Freistellung für Ü3-Kinder).

Der Ausbau der Kita koste rund 2,5 Millionen Euro. Die Ausstattung der Räume kostete rund 75 000 Euro. Land und Bund haben die Arbeiten mit zusammen 684 776 Euro gefördert.

Mit dem Ausbau ist es gelungen, die Räumlichkeiten hell, funktional und großzügig zu gestalten, sodass der neue Kindergarten mit dem alten kaum noch zu vergleichen ist.

Bauamtsleiter Michael Witzenberger stellte in seiner Ansprache zur Neueröffnung die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und der Planungsfirma in den Mittelpunkt und dankte dem Kindergartenteam für das harmonische Miteinander und die kreativen Ideen. Kita Leiterin Christine Kling und Lorena Heil konnten dann stellvertretend für das Team Planern und Firmen danken, dass im Sinne der Kinder und auch der Mitarbeiterinnen ein so schöner Arbeitsplatz geschaffen worden sei.

Größerer Spielbereich

Insgesamt gibt es nun acht Gruppenräume. Außerdem wurden Umbauten im Bestand vorgenommen um die Bereiche U3 und Ü3 besser voneinander zu trennen.

Das Bestandsgebäude ist geprägt durch sein Klinkermauerwerk und sein auskragendes, flach geneigtes Dach. Die Errichtung des neuen Anbaus erfolgte als verputzter Massivbau mit Stahlbetonbodenplatte, monolithischen Mauerwerkswänden und einem Dachstuhl aus Holz mit Mineralwolldämmung. Die Fenster wurden dreifachverglast in Holz ausgeführt. Der Oberbodenbelag erfolgte mit Linoleum. Alle Baustoffe sind baubiologisch einwandfrei. Durch den neu geschaffenen Eingang ist die Einrichtung nun schwellenfrei und somit behindertengerecht zu erreichen.

Außen waren in dem stark geböschten Baugelände Felsbänke und Felsstufen verborgen, die durch schweres Gerät und nicht explosive Sprengmittel beseitigt werden mussten. Die neuen Böschungen wurden teilweise mit Geländeabstufungen ausgeführt. Auch wurde die Außenspielfläche erweitert. Für das Personal wurden zusätzliche Stellplätze geschaffen.

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