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Zum Planungsteam für das Projekt "Unser Sportdorf" gehören (v. l.) Dominik Herbert (Spielausschuss), Thorsten Liebig (stellv. Abteilungsleiter Fußball), Manuel Barufe (Abteilungsleiter Fußball), die Architektinnen Renee Suchantke und Julia Miller, Jacob Bittner (Spielausschuss), Manfred Ehrlich (Vorsitzender) und Gerrit Miller (Spielausschuss).

TuS plant neues "Sportdorf"

Rockenberg(gr). Mit Spannung verfolgten die Mitglieder des TuS Rockenberg die Vorstellung des Projektes "Unser Sportdorf". Das Vereinsheim soll Platz für alle Gruppen, einen geräumigen Gastraum sowie zeitgerechte Unterbringungsmöglichkeiten für Gastmannschaften und Schiedsrichter bieten. Dabei besticht der Entwurf der Architekten mit einer modernen Gestaltung sowie einer flexiblen Innenausstattung.

Für vergangenen Freitag hatte der Vorstand zu einem Info-Abend eingeladen. Das Projektteam stellte auf dem gut besuchten Sportplatz ein erstes Konzept für das zeitgemäße Vereinsheim vor. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Manfred Ehrlich informierte Manuel Barufe, Abteilungsleiter Fußball, über den Stand der Gespräche mit den Gremien der Gemeinde. Er erläuterte auch das Konzept dahinter. Nach dem Umbau bzw. Neubau soll anstelle der bisherigen Anlage, welche nach 50 Jahren nicht mehr den Anforderungen der Zeit entspreche, ein neues "Sportdorf" stehen.

Vereine wie der TuS Rockenberg leisteten auf ehrenamtlicher Basis sehr viel für die Gemeinschaft vor Ort und unterschieden sich in ihrer Wirkung und in ihrem Auftreten sehr stark vor kommerziellen Einrichtungen, sagte Barufe. Das ein aktives Vereinsleben eine Gemeinde bereichern könne, sehe man in Rockenberg sehr deutlich. Es lohne sich, Ehrenamt zu fördern und zu bestärken. Barufe: "Wenn jemand an einem Sonntag acht Stunden ehrenamtlich in einer Küche verbringt, dann soll er das auch unter angemessenen Rahmenbedingungen tun. Insbesondere wenn mit diesen Einnahmen dafür gesorgt wird, dass durch niedrige Mitgliedsbeiträge jedem der Zugang zu einer sportlichen Gemeinschaft ermöglicht wird." Und das sei nur ein Beispiel unter vielen.

Die beiden Konzepte - einen Umbau und einen Neubau des Vereinsheims - stellten die beiden Innenarchitektinnen Julia Miller und Renee Suchantke vor. Die neue Anlage solle mehr bieten als es aktuell vor Ort möglich sei; mehr Raum für ein aktives Vereinsleben. Menschen müssten sich über den Weg laufen, um gemeinsam Ideen entwickeln und dann auch umsetzen zu können.

Förderung und Eigenleistung

Die neue Anlage soll Platz bieten für Übungsstunden und Kurse (wie Yoga, Mutter-Kind-Kurse, usw.), aber auch Möglichkeiten für gesellige Zeit vor und nach dem Sport. In Summe gehe es um nichts anderes als eine sportliche Infrastruktur vor Ort, die den aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werde. Insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit stehe man als Sportverein in einem starken Wettbewerb, dem man sich in Rockenberg aber auch stellen möchte.

Zu den Kosten erläuterte Barufe, dass es sich zwar um ein großes Projekt handele, umfangreiche Fördermöglichkeiten und die Bereitschaft für viel Eigenleistung der Gemeinde aber auch eine wirkliche Chance böten. Der Verein habe keinen Selbstzweck, sondern diene den Mitgliedern vor Ort, also der Gemeinde.

Mit den Gemeindegremien sei man aktuell in einem konstruktiven Austausch. Barufe hofft, dass man zeitnah die nächsten positiven Signale empfangen und die nächsten Realisierungsschritte gehen kann.

In der Aussprache danach gab es durchweg positive Rückmeldung. Das Konzept wirke schlüssig und ausgereift sowie realistisch, meinten viele Mitglieder. (Foto: Martin Groß)

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