Größer, aggressiverer: Gegen die Schmuckschildkröten (l.) hat die Sumpfschildkröte (r.) kaum eine Chance. FOTO: DR. HUBERTUS HIPKE
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Größer, aggressiverer: Gegen die Schmuckschildkröten (l.) hat die Sumpfschildkröte (r.) kaum eine Chance. FOTO: DR. HUBERTUS HIPKE

Kampf um Sonnenplätze in der "Höll"

  • vonred Redaktion
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Rockenberg(pm). Der BUND will die Amerikanische Schmuckschildkröte aus dem Naturschutzgebiet "Höll" verbannen - zum Schutz der Europäischen Sumpfschildkröte. Man werde bei den zuständigen Stellen darum bitten, invasive Arten aus den Gebiet zu entfernen, teilte BUND-Vorsitzender Jürgen Hutfiels mit.

Im Rahmen eines Projekts des BUND Hessen waren 2002 einige Europäische Sumpfschildkröten in der "Höll" ausgewildert worden. Seinerzeit war dort ein geeignetes Gebiet ausgemacht worden, sowohl was den Lebensraum für die Tiere als auch die Voraussetzungen für deren Vermehrung anbelangte. Bisher, so Hutfiels, sei die Fortpflanzung aber wohl noch nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Berichte über weitere Ansiedlungen der Sumpfschildkröte, auch an der Nidda, ließen aber hoffen.

Wäre da nur nicht die Amerikanische Schmuckschildkröten. Wie sich in anderen Siedlungsgebieten gezeigt habe, könne sich die Europäische Sumpfschildkröte kaum gegen die größeren und aggressiveren Tiere beim Kampf um Nahrung und schönere Sonnenplätze durchsetzen. Das will der BUND nun ändern.

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