Bei den Sparmaßnahmen im Altersheim, die die Teilzeitgruppe in einem Sketch darstellt, wird es manchen Senioren etwas mulmig. Da wird doch nichts Wahres dran sein?
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Bei den Sparmaßnahmen im Altersheim, die die Teilzeitgruppe in einem Sketch darstellt, wird es manchen Senioren etwas mulmig. Da wird doch nichts Wahres dran sein?

Immergrün-Narren bieten bieten vier Stunden Helau

Rockenberg (bu). Mit einem Programm aus Tänzen, Sketchen und Vorträgen begeisterte am Samstag der Rockenberger Carneval-Verein Immergrün (RCVI) das Publikum in der Wettertalhalle. Ihre Moderation würzten Helmut Rühl und Gudrun Wettner mit kleinen Späßen und Zaubertricks.

Vermieden wurden Witze über Flüchtlinge, über die Nachbarn in Oppershofen und über Bürgermeister Manfred Wetz und seine Frau Conny, die als Ehrengäste anwesend waren.

Den Auftakt machte das »Tanzfieber« der kleinen Garde. Erschrocken und belustigt waren die Zuschauer von der Darbietung der Teilzeitgruppe, die Sparmaßnahmen im Altersheim präsentierten: Ein Waschlappen und eine Zahnbürste für alle und rationiertes Toilettenpapier zeugten von einer fragwürdigen Seniorenbetreuung.

Bei einer spontanen Büttenrede zeigte Sascha Piffko, dass er trotz kleiner Statur zu den ganz Großen der närrischen Zunft gehört. Schwungvollen Gesang brachten dann die »Singers« von Martin Wettner auf die Bühne, und Helmut Rühl überreichte Klaus Peter Goletz einen selbst gemachten Orden zum 33-jährigen Bühnenjubiläum.

Was individuelle Krankenhausbetreuung bedeutet, zeigte die Sketchgruppe, ehe die kleine Showtanzgruppe die Zuschauer ins Land des Zauberers von Oz entführte. Klausi alias Helmut Rühl hatte sich als kleiner Junge einen ganz besonderen Platz auf einem riesigen Stuhl ausgesucht, um zu zeigen, was er in der Schule gelernt hat und was man zu Hause bei Mama und Papa alles lernen kann. Der unruhige Geist auf dem Riesenstuhl sorgte für Höhepunkte.

Beim nächsten Sketch zeigte sich, wie anzügliche Wortspiele in einem Baumarkt zu Missverständnissen führen können. Alina Cornelias Showgarde verzauberte die Zuschauer zur Melodie »Phantom der Oper«.

Welch rauer Ton wohl in manchen Haushalten zur »Sportschau«-Zeit herrscht, zeigte Sascha Miger in einem Sketch. Restlos begeistert war das Publikum von der mittleren Showtanzgruppe, die mit dem Tanz »Eis« die Stimmung zum Kochen brachte. In Anlehnung an einen Klassiker von Abbot und Castello (»Who’s at the first«) erhielten Sascha Piffko und Gregor Landvogt viel Applaus für einen Sketch mit drei Flaschengeistern.

Mit Titeln der Höhner sorgte der Chor Cantico unter Leitung von Moni Bayer für tolle Stimmung, bevor das Männerballett über die Bühne fegte.

Ein weiterer Höhepunkt war die Gesangseinlage von Anja Knoth. Bevor die Singers mit stimmungsvollen Faschingsliedern das über vierstündige Programm beschlossen, wurden die Zuschauer nach Russland entführte. Schließlich beeindruckte die große Showtanzgruppe die Zuschauer in der Narrhalla.

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